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US-Börsen geben nach Zinsentscheid weiter nach


Die US-Börsen haben nach den Zinsentscheid der Notenbank weiter nachgegeben. Der Dow sank im Vergleich zum Vortag um 1,6 Prozent auf 46.225 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 um 1,4 Prozent auf 6.625. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Index mit den 100 wichtigsten Werten um ebenfalls 1,4 Prozent auf 24.425 Punkte nach.

Die Fed hatte zuvor zwar wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen, aber verschiedene Signale ausgesendet, wonach Zinssenkungen vorerst nicht mehr zu erwarten sind. Im Gegenteil: Die Auswirkungen des Nahost-Konfliktes auf die US-Wirtschaft seien "ungewiss", der Notenbankausschuss beobachte die Risiken "aufmerksam".

Die Fed-Offiziellen erwarten laut den aktualisierten Projektionen für das laufende Jahr eine Inflationsrate von 2,7 Prozent, im Dezember waren es noch 2,4 Prozent. Die höher erwartete Teuerungsrate würde nicht nur höheren Ölpreisen Rechnung tragen, sondern würden vielfältige Faktoren widerspiegeln, so Fed-Chef Jerome Powell. Dazu gehörten etwa auch Zolleffekte. Letztere würden weiterhin Inflationsrisiken bergen.

"Die Fed klang heute sehr falkenhaft", kommentierte Thomas Gitzel von der VP Bank die Entscheidung. "Jerome Powell wird seine im Mai endende Amtszeit als Vorsitzender der Fed ohne eine weitere Zinssenkung beenden, soviel wurde heute klar."

Der Ölpreis stieg unterdessen weiter stark an: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 21 Uhr deutscher Zeit 109,80 US-Dollar, das waren 6,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1461 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8725 Euro zu haben.

Und der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Abend wurden für eine Feinunze 4.821 US-Dollar gezahlt (-3,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 135,24 Euro pro Gramm.

Foto: New York Stock Exchange (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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