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Dax-Konzerne zögern bei 1.000-Euro-Prämie


Die Dax-Konzerne reagieren verhalten auf die von der Bundesregierung geplante mögliche 1.000-Euro-Prämie für Arbeitnehmer. Wie eine Umfrage der "Welt am Sonntag" und "Business Insider" zeigt, warten die 40 Unternehmen mehrheitlich den Gesetzentwurf der Bundesregierung ab. Erst dann wollen sie entscheiden, ob sie die sogenannte Entlastungsprämie an ihre Mitarbeiter auszahlen. Zu- oder Absagen hat der Prämie kein Unternehmen erteilt.

Die BMW Group prüfe derzeit die angekündigten gesetzlichen Rahmenbedingungen, heißt es dort. Statt befristeter Einzelmaßnahmen plädiert der Autobauer für eine "künftige verlässliche" Begrenzung der Sozialversicherungsabgaben. "Mit den geplanten Sozialreformen könnte die Bundesregierung nachhaltig und spürbar Beschäftigte wie Unternehmen entlasten", schreibt der Konzern.

SAP lässt den Zeitungen zufolge offen, ob es seinen 25.000 deutschen Mitarbeitern die Prämie zahlen will. Der Konzern verweist jedoch auf seine Benefit-Programme wie das sogenannte Mobilitätsbudget. Spätestens nach drei Jahren etwa haben Mitarbeiter Anspruch auf einen Firmenwagen und erhalten Tank- und Ladegutscheine, die sie auch privat nutzen könnten. Siemens und Symrise erklären ebenfalls, ihre Mitarbeiter sparten längst Spritkosten, dank Homeoffice-Optionen und Leasing-Angeboten für Fahrräder.

Der Digital-Konzern Scout24 erklärte, man sehe "kritisch", dass der Staat Bürger über freiwillige Prämien der Unternehmen entlasten will, und schlage strukturelle Lösungen vor. Vor allem steuerliche Entlastungen könnten die Kaufkraft der Arbeitnehmer stützen. Für BASF ist klar: Auch wenn die Prämie steuer- und abgabenfrei sein könnte, sollen für den Konzern "keine zusätzlichen Belastungen" entstehen. "Sobald die Bundesregierung die konkreten gesetzlichen Rahmenbedingungen festgelegt hat, wird BASF das Thema sorgfältig prüfen und entsprechend bewerten", schreibt das Chemie-Unternehmen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Pläne für eine mögliche Prämie für Beschäftigte am Montag verkündet. Bis zu 1.000 Euro sollen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einmalig zahlen können, steuer- und abgabenfrei. Den Gesetzentwurf diskutiert die Koalition aus CDU und SPD noch. An der Befragung der "Welt am Sonntag" hatten bis Redaktionsschluss 30 Konzerne teilgenommen, vier weitere lehnten ein Statement ab.

Foto: Euroscheine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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