Barrick Gold: Der Free Cash-Flow das Zünglein an der Waage? – Teil 3 der Fundamentalanalyse


Kommentar von David Iusow-Klassen

Liebe Leser,

im ersten und zweiten Teil der Artikelreihe zur Barrick Gold Aktie haben wir erfahren, dass ein gewisses Restrisiko bezüglich der Produktionsguidance für das laufende Jahr besteht. Andererseits kann das Unternehmen jedoch bei den Produktionskosten gegenüber den großen Peers punkten und hier seine Vorteile ausspielen. Besonders im Rahmen eines steigenden Goldpreises kann der Kostenfaktor das Risiko „geringere Produktion“ abmildern. Schauen wir nun in diesem Teil der Reihe auf die finanzielle Lage des Unternehmens.

Barrick Gold baut die Verschuldung massiv ab und erreicht erstes Ziel

Bei der Verschuldung steht Barrick Gold den Peers Kinross Gold sowie Newmont Mining in nichts nach. Diese hatten sich zu Zeiten stark steigender Goldpreise deutlich verschuldet. Hingegen können die Konkurrenten Goldcorp. sowie Agnico Eagle Mines punkten. Diese hatten keine Schulden aufgebaut. Barrick Gold hat jedoch in den letzten drei Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um Schulden wieder abzubauen.

Seit 2014 wurde die Verschuldung von 13,1 Mrd. US-Dollar auf zuletzt 7,44 Mrd. US-Dollar reduziert. Bis 2018 soll die Verschuldung auf 5 Mrd. US-Dollar fallen. Dabei soll der größte Teil auf das zweite Halbjahr 2017 entfallen. Im ersten Halbjahr wurden die Schulden mit Hilfe von Desinvestitionen um 487 Mio. US-Dollar reduziert. Der Verkauf der Veladero Mine für 960 Mio. US-Dollar soll ebenfalls dem Schuldenabbau dienen. Damit hat Barrick Gold bereits einen positiven Schritt erzielen können. Kurzfristige Schulden, deren Rückzahlungen bis 2020 anstehen, übersteigen demnach insgesamt keine 200 Mio. US-Dollar. Der Rest wird nicht vor 2032 fällig.

So sieht es beim Cash-Flow aus

Per Q2 2017 lag die Liquidität von Barrick Gold bei 2,9 Mrd. US-Dollar. Mit dem Abbau der Verschuldung und niedrigen Goldpreisen ist es naheliegend, dass Produzenten sich weitestgehend operativ auf den Free-Cash-Flow (FCF) fokussieren, anstatt die Produktion massiv auszuweiten. Per Q2 2017 lag der FCF des Unternehmens bei 43 Mio. US-Dollar und damit 84 % niedriger als ein Jahr zuvor. Besonders in den drei letzten Quartalen fiel der FCF deutlich, was jedoch größtenteils mit steigenden Ausgaben bei den folgenden Faktoren zusammenhing:

  1. Ausgaben im Zusammenhang mit dem Produktionsunfall in der Veladero Mine
  2. Ausgaben im Zusammenhang mit Instandhaltungskosten für andere Minen
  3. Ausgaben im Zusammenhang mit dem Projekt Barrick Nevada

Bis auf die unerwarteten Ausgaben im Zusammenhang mit dem Produktionsunfall in der Veladero Mine können die anderen beiden Faktoren perspektivisch betrachtet positiv bewertet werden. Der FCF stand per Q3 2016 bei fast 700 Mio. US-Dollar. Schaut man auf die letzten Jahre, so zeigt der Trend beim FCF nach oben. Barrick Gold hat sich zum Ziel gemacht, auch beim einem Goldpreis von 1.000 US-Dollar den FCF-Breakeven nicht zu unterschreiten. Für das laufende Jahr wurde dieses Ziel bestätigt. Schauen wir im nächsten Artikel der Reihe, was das Analystensentiment dazu meint und wie die Multiplikator-Bewertung sich derzeit darstellt.

Ein Beitrag von David Iusow-Klassen.

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