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Aixtron: Vier mal höheres EBIT als erwartet?


Kommentar von Alexander Hirschler

Lieber Leser,

für Anleger des Halbleiteranlagenbauers Aixtron ist das bisherige Jahr 2017 ein glatter Erfolg. Seit Jahresbeginn hat die im TecDAX gelistete Aktie sage und schreibe 237 Prozent Kursgewinn erwirtschaftet, auf Halbjahresbasis legte das Papier um 207 Prozent zu und allein in den vergangenen drei Monaten belief sich das Kursplus auf gut 82 Prozent. Damit thront die Aktie in allen drei Betrachtungszeiträumen mit großem Abstand an der Spitze der besten Performer im deutschen Technologiewerte-Index.

Darum könnte es zu einer Korrektur kommen

Aus technischer Sicht könnte es daher nun durchaus zu einer Gegenbewegung aufgrund von Gewinnmitnahmen kommen. Auch der inzwischen gewaltige Abstand auf die 200-Tage-Linie  (+ 104%) und die Situation im Relative Stärke Index (73) deuten auf eine überkaufte Marktphase hin. Hinzu kommt, dass die Aktie das obere Bollinger Band erreicht und dieses zeitweise sogar nach oben verlassen hat und sich nun wieder in Richtung des gleitenden Durchschnitts bei 8,67 Euro bewegen könnte.

Analysten sind sich uneins

Analysten sind sich dagegen uneins, was die weitere Kursrichtung anbelangt. Während Independent Research und die DZ Bank die ohne Zweifel positive Neuausrichtung von Aixtron bereits hinreichend im Aktienkurs eingepreist sehen und zum Verkauf mit einem Kursziel von jeweils 8 Euro raten, bescheinigen Oddo BHF und Deutsche Bank der Aktie weiteres Aufwärtspotenzial. Oddo-BHF-Analyst Veysel Taze spricht davon, dass Aixtron eine verbesserte Kostenstruktur aufweise und zudem vor einem neuen Wachstumszyklus stehe. Sein Anlage-Votum lautet daher „Buy“ mit einem Kursziel von 11,50 Euro.

Die Deutsche Bank beziffert den fairen Wert der Aktie gar auf 12,00 Euro. Analyst Uwe Schupp geht davon aus, dass Aixtron von Wachstumsmärkten wie Smartphones und v.a. Elektromobilität stark profitieren dürfte. Für das kommende Jahr rechne er mit einem viermal höheren EBIT-Gewinn als die aktuellen Konsensschätzungen, die ein Ergebnis von rund 12 Mio. Euro prognostizieren.

Ein Beitrag von Alexander Hirschler.

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