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E-Mobilität: Die Weichen zur Massenproduktion werden andernorts gestellt!


Lieber Investor,

die von Tesla und den anderen Herstellern produzierten Elektroautos sind bislang Fahrzeuge für Liebhaber. Sie wenden sich an Autofahrer mit einem ausgeprägten Umweltbewusstsein und einer entsprechenden Kaufkraft, denn die Autos sind alles andere als billig. Der „Volks-Tesla“ soll zwar kommen, aber wenn er kommt, hat er immer noch die Masse der Konkurrenz gegen sich und gerade im Bereich der Mittelklasse- und Kleinwagen ist der Konkurrenzdruck hoch.

China produzierte 2016 ein Viertel aller Batteriezellen

Wer sich hier durchsetzen will, muss die Kunden preislich und/oder mit technischen Argumenten überzeugen. Soll die Schlacht über den Preis gewonnen werden, geht das sofort zulasten der Marge und des Gewinns. Auch das lässt viele Kritiker hinter Teslas hohe Börsenbewertung ein dickes Fragezeichen setzen, denn Gewinne und ein positiver Cashflow rücken in weite Ferne, wenn sich der Konzern der umkämpften Golfklasse zuwendet und Neukunden mit hohen Rabatten und niedrigen Preisen zu gewinnen gedenkt.

Auch wenn viele Anleger Elektroautos mit Tesla gleichsetzen, haben die Amerikaner, wenn es um die Frage der Massenproduktion geht, nicht die Nase vorn. Global wurden 2016 rund 870.000 Autos mit Elektroantrieb produziert. Aus amerikanischer Produktion, und die besteht beileibe nicht nur aus Tesla, stammen ganze 17 Prozent. In Deutschland wurden 23 Prozent aller Elektrofahrzeuge gefertigt. Fast die Hälfte, 43 Prozent, stammen aus chinesischer Fertigung.

China verbesserte im vergangenen Jahr auch seine Position bei anderen wichtigen E-Komponenten. Es produzierte 2016 ein Viertel aller Batteriezellen und kommt bei den Elektromotoren auf einen Marktanteil von aktuell 37 Prozent. Mit 650.000 Fahrzeugen fahren im Land auch mehr Elektroautos als anderswo in der Welt. Zu erwarten ist, dass diese Zahl in den kommenden Jahren rasant steigen wird.

Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim.

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