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USA: BIP Zahlen Trickserei

Die US-Statistikbehörde erweist sich als perfekte Fälscherwerkstatt: Mit den aktuellen Zahlen zum BIP wurden umfangreiche Revisionen der Vorquartale bekanntgegeben. Insgesamt kam es für die Zeit ab 2007 zu einer Revision der BIP-Daten, die letztlich eine tiefere Rezessionsphase zwischen Ende 2007 und Mitte 2009 zeigt als bislang ausgewiesen.

 


Das US-BIP ist im 2. Quartal gemäß der vorläufigen Schätzung um annualisiert 2,4% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Damit lag es leicht unter den Erwartungen von 2,6%. Gegenüber dem 1. Quartal steht nach umfangreichen Datenrevisionen somit eine deutliche Wachstumsverlangsamung zu Buche. Insgesamt kam es für die Zeit ab 2007 zu einer Revision der BIP-Daten, die letztlich eine tiefere Rezessionsphase zwischen Ende 2007 und Mitte 2009 zeigt als bislang ausgewiesen. Dabei sank auch der Private Konsum im vergangenen Jahr deutlich stärker als zuvor angegeben.

Die abwärts revidierten Zahlen zum Privaten Verbrauch finden auch ihre Auswirkungen im 2. Quartal. Statt der erwarteten Expansion um 2,4% sind die Verbraucherausgaben nur um annualisiert 1,6% gestiegen. Damit bleibt es bei einem Abflauen gegenüber der Vorperiode. Einen überaus positiven Eindruck hinterlassen dagegen die beschleunigten Bruttoanlageinvestitionen, die auch den größten Wachstumsbeitrag im 2. Jahresviertel geliefert haben. So sind die Investitionen in Ausrüstungen nochmals stärker gestiegen, während die Investitionen in gewerbliche Bauten erstmals seit zwei Jahren wieder erhöht wurden und die Wohnungsbauinvestitionen dank des steuerlichen Anreizprogramms kräftig zugelegt haben. Ingesamt steuerten die Bruttoanlageinvestitionen rund 2,1%-Punkte zum Wachstum bei, der Private Verbrauch nur noch 1,2%-Punkte. Der Außenbeitrag hatte erwartungsgemäß einen negativen Effekt auf das BIP-Wachstum und raubte 2,8%-Punkte. Der anhaltende Lageraufbau steuerte rund 1,1%-Punkte zum Wachstum bei, womit die Impulse über diese Seite aber schon wieder schwächer werden.

So sehr die jüngste Stärke der inländischen Endnachfrage auch erfreut, so steht doch zumindest ein Teil davon noch auf wackeligen Beinen. Aktuell deutet sich eine weitere Verlangsamung des Privaten Konsums an, und bei den Wohnungsbauinvestitionen scheint es nach Ende der staatlichen Unterstützung zu einem deutlichen Rückschlag zu kommen. Gleichzeitig stellt aber der Aufschwung bei den Ausrüstungsinvestitionen einen gewissen Stabilitätsanker dar. Insgesamt erwarten wir für den weiteren Jahresverlauf aufgrund der nachlassenden Wirkung der Konjunkturpakete und aufgrund der fortgeschrittenen Normalisierung der Lagerbestände eine schleppendere Erholung der US-Wirtschaft. Für das Gesamtjahr 2010 bleiben wir vorläufig bei unserer Prognose von 2,8% Wachstum. Mit einem verhaltenen Start ins Jahr 2011 dürfte die Wachstumsrate 2011 dann etwas niedriger ausfallen.

 

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