"mbzrxpgjys" Bing klaut bei Google

Die Suchmaschine von Bill Gates "Bing" kopiert offenbar Suchergebnisse von Google. Mit sinnlosen Suchanfragen wie "mbzrxpgjys" wurde dies nun bewiesen. - Peinlich für Microsoft.

 

Google und Microsoft liefern sich bekanntlich einen erbitterten Kampf um die Marktführerschaft in Sachen Suchmaschine. Bisher hatte Google meilenweit die Nase vorn. Nun versuchte Microsoft offenabar, bei Google zu klauen um so die eigene Suchmaschine aufzuwerten. Das bekam Google spitz und stellte kurzerhand sinnlose Suchanfragen ins Netz wie zum Beispiel "mbzrxpgjys" - und siehe da, kurze Zeit später tauchten die gleichen Sucheregebnisse auch bei Bing auf.

Google fiel schon vergangenen Oktober auf, dass es auf einmal eine höhere Überschneidung zwischen den beiden Suchmaschinen gab: Die zehn Top-Treffer und das passendste Ergebnis, das an oberster Stelle steht waren bei Google und Bing verblüffend ähnlich. Von da an habe Google Verdacht geschöpft, schrieb der Suchmaschinenen-Spezialist und Blogger Danny Sullivan unter Berufung auf Amit Singhal, der bei Google den Suchmaschinen-Algorithmus beaufsichtigt.

Ziemlich peinlich für Microsoft. Google publizierte die Geschichte jedoch nicht wie sonst üblich in einem eigenen Blog-Eintrag, sondern erzählte sie exklusiv dem Blogger Sullivan, der sich seit 15 Jahren mit Internet-Suchmaschinen beschäftigt. Sullivan veröffentlichte am Dienstag einen ausführlichen Bericht in seinem Blog Searchengineland zu diesem Thema.

Der Trick von Google, Biing in die Falle zu locken, war ziemlich simpel: Die Treffer für mehrere sinnlose Suchanfragen wie "mbzrxpgjys" wurden manipuliert und bei Google veröffentlicht. Das Kalkül war einfach: Gibt Bing für diese Anfragen die gleichen Treffer wie Google aus, muss Microsoft auf irgendeine Weise auf die Google-Ergebnisse zurückgegriffen haben.

Nachdem die Web-Falle aufgestellt war, sollten Google-Mitarbeiter die Anfragen von zuhause aus in Microsofts Internet Explorer stellen und das Suchergebnis auch anklicken. Dem Bericht zufolge dauerte es zwei Wochen - vom 17. bis 31. Dezember - bis Bing für "mbzrxpgjys" oder "hiybbprqag" die gleichen Ergebnisse wie Google anzeigte. Als der Klau jedoch aufflog, machte Microsoft schnell einen Rückzieher: Am Dienstagnachmittag tauchte bei Microsofts Suchmaschine nach diesen Suchanfragen nur noch der Link zu Sullivans Artikel auf, weil diese die genannten Zeichenfolgen enthalten. Sullivan aber belegte die Darstellung mit Screenshots aus den Tagen davor.

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