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Ökonomen und Politiker wollen weniger Verbeamtungen von Lehrern


Angesichts wachsender Ausgaben für Beamte und deren Pensionen fordern Wirtschaftsweise, Politiker und der Steuerzahlerbund, die Verbeamtung von Lehrern zu stoppen. "Der stärkste Hebel, um diese Lasten längerfristig einzudämmen, liegt in einer ab sofort zurückhaltenderen Verbeamtungspolitik", sagte der Wirtschaftsweise Martin Werding der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Das gelte speziell für öffentliche Bedienstete, die keine klaren hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen, wie etwa Lehrer."

Auch Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sprach sich für weniger Verbeamtungen bei Lehrern aus. "Der Beamtenstatus für Lehrer ist aus der Zeit gefallen", sagte er. Eine breite Verbeamtung bei Lehrkräften könne man sich "nicht mehr leisten", so Clemens. "Die Belastung der Haushalte ist einfach zu hoch."

Bei der Bildungsministerkonferenz in dieser Woche werde er daher "vorschlagen, dass wir ab 2030 gemeinsam keine Lehrkräfte mehr verbeamten", sagte der CDU-Politiker "Wir müssen uns generell die Frage stellen, in welchen Bereichen wir noch verbeamten."

Unterstützung dafür kommt vom Bund der Steuerzahler. "Deutschlands XXL-Beamtenverhältnisse belasten die öffentlichen Haushalte enorm", sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel. "Deshalb sollte der Beamtenstatus auf den Prüfstand: Umfang und Privilegien müssen kritisch unter die Lupe genommen werden, weil die finanzielle Schere in der Gesellschaft immer weiter auseinandergeht und Beschäftigte aus der freien Wirtschaft nur noch den Kopf schütteln."

Foto: Lehrerzimmer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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