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Opposition fordert von Merz Neuausrichtung der US-Politik


Die Opposition im Bundestag hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, seine Politik gegenüber den Vereinigten Staaten neu auszurichten - ist aber uneins darüber, wie Deutschland gegenüber US-Präsident Donald Trump auftreten sollte.

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel sagte der FAZ, unter Verbündeten sollten Konflikte "intern diskutiert" werden. Wechselseitige öffentliche Vorhaltungen seien "wenig hilfreich". Die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Deborah Düring, lobte hingegen, "dass Friedrich Merz endlich verstanden hat, dass es klare Worte gegenüber Donald Trump braucht". Daraus müsse eine "neue Transatlantikstrategie" folgen.

Beide Politikerinnen bezogen sich auf Merz` Äußerungen auf dem FAZ-Kongress am Freitag. Dort hatte der Kanzler kritisiert, dass Trump mit ihm über deutsche Hilfe im Iran-Krieg nicht vorab gesprochen habe, sondern "über die Zeitungen hinterher". Das sei ein Umgang, den er nicht akzeptieren könne. "Das werden wir auch in Zukunft nicht", so Merz.

Trump äußerte sich am Wochenende kritisch über Merz: "Friedrich, der deutsche Bundeskanzler, hat gesagt: `Das ist nicht unser Krieg, wir haben nichts damit zu tun`", sagte Trump bei einem Wirtschaftsforum in Miami mit Blick auf den Iran. Er beanstandete die fehlende Unterstützung der Nato-Partner: "Die Ukraine ist nicht unser Krieg, aber wir haben ihnen geholfen", so der Präsident.

Der Linken-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sören Pellmann, hält Merz` Aussage auf dem FAZ-Kongress für "irritierend". Er frage sich, was Merz damit sagen wolle: "Will er damit andeuten, er hätte, wenn er vorher von Trump gefragt worden wäre, jetzt deutsche Truppen in das Chaos in der Straße von Hormus geschickt?"

Unterstützung bekam Merz vom Koalitionspartner: Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller sagte der FAZ, es sei "absolut richtig", dass Deutschland die eigene Position deutlich mache. Sie übte aber Kritik an Merz` vorheriger Außenpolitik: "Ganz offensichtlich" sei die Strategie, Trump "in der Hoffnung auf eine Sonderbehandlung zu schmeicheln" nicht aufgegangen.

Foto: Friedrich Merz am 25.03.2026, via dts Nachrichtenagentur

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