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Studie: Tempo 30 in Ortschaften könnte Fußgängerleben retten


Viele der 406 im Jahr 2025 bei Verkehrsunfällen getöteten Fußgänger könnten laut einer aktuellen Studie noch leben, wenn in Deutschland innerhalb geschlossener Ortschaften eine Regelgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde gelten würde.

Wie die Untersuchung der Björn-Steiger-Stiftung ergab, kam der sogenannte Überschreiten-Unfall, bei dem es zu Kollisionen beim Überqueren der Fahrbahn außerhalb von Kreuzungen kommt, im Erhebungszeitraum besonders häufig vor. Bei diesem Unfalltyp spielt laut dem Leiter der Unfallforschung der Stiftung, Siegfried Brockmann, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge eine wesentliche Rolle.

Ein Viertel dieser Unfälle ereignete sich an Fußgängerüberwegen, wobei in rund einem Drittel der Fälle sicherheitsrelevante Mängel festgestellt wurden. "Solche Anlagen vermitteln eine Scheinsicherheit und sind inakzeptabel", so Brockmann. Sie müsste entweder regelgerecht gestaltet oder entfernt werden.

Die Studie zeigt zudem, dass sich schwere Unfälle häufig auf Kinder und Senioren konzentrierten. Während Senioren oft übersehen wurden, liefen Kinder häufig hinter Sichthindernissen hervor oder rannten unvermittelt auf die Fahrbahn. Regelkonforme Querungshilfen müssten daher vermehrt an Stellen mit stärkerem Fußgängerverkehr errichtet werden. Brockmann wies darauf hin, dass viele Unfälle durch richtiges Verhalten vermieden werden könnten. Eine Sensibilisierung von Kraftfahrern hinsichtlich der Gefahren nicht angepasster Geschwindigkeit sei dringend erforderlich.

Foto: Tempo-30-Schild (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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