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Verbraucherstimmung gibt infolge des Iran-Kriegs abermals nach


Die Verbraucherstimmung in Deutschland gibt infolge des Iran-Kriegs abermals nach. Die Erwartungen der Verbraucher sänken aktuell noch deutlicher als im Vormonat, teilten die GfK und das Institut NIM am Montagmorgen mit. Besonders trüben sich die Einkommenserwartungen ein, aber auch die Anschaffungsneigung fällt merklich pessimistischer aus. Die Sparneigung geht indes leicht zurück, bleibt aber auf hohem Niveau.

Die Einkommenserwartungen der Verbraucher, die bereits letzten Monat deutlich nachgegeben haben, brechen im April um weitere 18,1 Punkte ein und liegen nun bei -24,4 Punkten. Wie im letzten Monat spielten die abgekühlten Konjunkturerwartungen und die anziehenden Preiserwartungen eine entscheidende Rolle für diese Entwicklung, hieß es. Die Einkommenserwartungen seien eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft.

Die Anschaffungsneigung zeigt demnach in diesem Monat einen Rückgang um 3,5 Punkte auf -14,4 Punkte. Dies markiere im längerfristigen Vergleich ein Zwei-Jahres-Tief, hieß es. Die Sparneigung, die angibt, ob es die Menschen angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen, zeigt einen leichten Rückgang und liegt mit einem Minus von 2,4 Punkten auf einem nach wie vor hohen Niveau (16,1 Punkte).

"Die Verbraucherstimmung gibt nochmal deutlicher stärker nach als im Vormonat und liegt nun bei -33,3 Punkten. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2023", erklärte Rolf Bürkl vom Institut NIM. "Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig."

Zudem lastet der Iran-Krieg weiter auf den Konjunkturaussichten: Die Befragten schätzen die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den kommenden 12 Monaten weniger positiv ein als im Vormonat. Der Indikator verliert erneut 6,8 Zähler und fällt auf -13,7 Punkte. Dies ist ein ähnliches Niveau wie im April 2022 zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Hier verstärke sich die Sorge der Verbraucher, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte, vor allem dann, wenn der Konflikt weiter anhält und Maßnahmen der Regierung keine Wirkung zeigten, so die Studienautoren.

Foto: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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