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Wagenknecht unterstützt Merkels Forderung nach mehr Diplomatie


BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht unterstützt die Forderung von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach mehr diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Sie stimme Merkel in dieser Frage "natürlich" zu und werbe selbst schon lange für einen solchen Schritt, sagte die ehemalige BSW-Vorsitzende am Dienstag dem Nachrichtensender "Welt".

"Dass es jetzt Frau Merkel bedarf, um diese traurige Koalition und auch diesen traurigen Bundeskanzler irgendwie darauf hinzuweisen, dass es keine kluge Idee ist, wenn Deutschland und Europa immer abseitsstehen und wir quasi Donald Trump einen schwer berechenbaren oder, man kann sagen, unzurechnungsfähigen US-Präsidenten für uns verhandeln lassen, dass das nicht zielführend ist, das ist natürlich auch ein Zeichen dafür, wo wir heute in Deutschland stehen."

Sie persönlich halte Putins Vorschlag, Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) zum Vermittler zu machen, für bedenkenswert: "Ich fand das gar keine schlechte Idee. Schröder hat zumindest Zugang zu Putin und es ist eine gewisse Vertrauensbasis da." Es gehe ja "zunächst einmal darum, dass man überhaupt wieder ins Gespräch kommt", so Wagenknecht. "Natürlich muss am Ende die Bundesregierung verhandeln, nur sie hat ja auch die Autorität dazu. Aber um überhaupt erst wieder Gespräche in Gang zu setzen, wäre es ein Weg. Wenn man den nicht will, hätte man einen anderen Vorschlag machen können, wäre ja auch in Ordnung. Aber man hat nicht einen anderen Vorschlag gemacht, sondern da nur alles zurückgewiesen."

Statt zu verhandeln "melken wir den deutschen Steuerzahler und überweisen Milliarden und Abermilliarden an die Ukraine, um diesen Krieg am Laufen zu halten, um Selenskyj und seine Clique zu finanzieren", so Wagenknechts Vorwurf. "Das ist doch keine zielführende Politik." Den Vorwurf, Russland formuliere schon als Bedingung für Gespräche Maximalforderungen, will Wagenknecht nicht gelten lassen: Ein Gespräch bedeute ja nicht, "dass man die Maximalforderung des anderen übernimmt, akzeptiert und dann einen Vertrag auf dieser Grundlage macht", so Wagenknecht. "Man muss im Gespräch ausloten, was möglich ist. Aber wenn man nicht spricht, wenn man gar keinen direkten Gesprächskanal mehr hat, ja, wie soll es denn dann eine Lösung geben? Dann geht dieser Krieg ewig weiter. Und jeden Tag sterben Hunderte junge Männer an dieser schrecklichen Front."

Foto: Angela Merkel am 18.05.2026, via dts Nachrichtenagentur

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