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Australien will stärker gegen Chinas Einfluss im Pazifik vorgehen


Australien plant offenbar eine neue Gegenoffensive gegen Chinas Einfluss im Südpazifik.

Wie der "Sydney Morning Herald" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, hat der australische Premierminister Anthony Albanese Gespräche über ein neues Abkommen mit den Salomonen eingeleitet, um Chinas Einfluss in der strategisch wichtigen Region zu begrenzen. Albanese plant demnach, die Beziehungen zu den Salomonen zu vertiefen, nachdem mit Matthew Wale ein Australien-freundlicher Politiker zum Premierminister der Salomonen gewählt wurde.

Wale, der am Montag zu einem dreitägigen Besuch in Australien eintraf, wird dem Bericht zufolge von australischen Beamten als Gewinn für Australien angesehen. Er hatte sich in der Vergangenheit für enge Beziehungen zu Australien eingesetzt und die Sicherheitsbeziehungen zwischen den Salomonen und China kritisiert. Albanese und Wale wollen laut Zeitung Verhandlungen über ein "umfassendes Abkommen" zwischen beiden Ländern beginnen.

Zusätzlich wird erwartet, dass Albanese und Wale ein sogenanntes Memorandum of Understanding unterzeichnen, um ein Finanzpaket in Höhe von 190 Millionen australischen Dollar zur Erweiterung und Ausbildung von Polizeikräften auf den Salomonen umzusetzen. Dieses Abkommen, das auch die Finanzierung eines neuen Polizeiausbildungszentrums in Honiara umfasst, wurde bereits im Dezember 2024 geschlossen, jedoch kam die Umsetzung in den letzten 18 Monaten kaum voran. Ein neuer Vertrag mit den Salomonen würde bestehende Abkommen Australiens mit weiteren Nationen in der Region ergänzen.

Die Salomonen gelten schon lange als Objekt im Konkurrenzkampf von Großmächten um den Einfluss auf einige der kleinsten Nationen der Welt. 2019 hatten die Salomonen die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und kurz darauf diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik China aufgenommen. Bis 2022 wurde dann zwischen China und der Regierung der Salomonen ein Rahmenabkommen zu Sicherheitsfragen geschlossen. Das Land bleibt aber bis heute stark von australischen Finanzhilfen abhängig.

Foto: Anthony Albanese (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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