
Südkoreas Vereinigungsminister Chung Dong-young hat ein Vierer-Format für neue Friedensgespräche auf der koreanischen Halbinsel vorgeschlagen. Daran sollen neben den beiden koreanischen Staaten auch die USA und China teilnehmen, sagte er bei einer Veranstaltung in der Mongolei. Ziel sei die Etablierung einer dauerhaften Friedensordnung.
Der Minister hob die Notwendigkeit hervor, das Vertrauen zwischen Seoul und Pjöngjang wiederherzustellen. Langfristig, so Chung, könnten auch die Mongolei, Japan und Russland in die Gespräche einbezogen werden. "Wenn diese drei Bereiche - die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Nord- und Südkorea, die Institutionalisierung eines Friedensregimes und die Förderung des multilateralen Dialogs in Nordostasien - gemeinsam voranschreiten, können wir eine neue Friedensordnung in der gesamten Region schaffen", sagte Chung.
Als mögliches Instrument für seine Vision nannte Chung die Greater Tumen Initiative (GTI), ein zwischenstaatliches Projekt zur Entwicklung der Tumen-Flussregion. Mögliche erste Projekte seien die Zusammenarbeit bei der arktischen Seeroute und eine Hochgeschwindigkeitszugverbindung zwischen Seoul und Peking. Er forderte Pjöngjang auf, der GTI wieder beizutreten, da Nordkorea der größte Nutznießer dieser Initiative sein könnte.
Die Regierung von Präsident Lee Jae-myung in Seoul verfolgt einen Ansatz der Entspannung in dem jahrzehntelangen Konflikt. Sein Kurs verfolgt vor allem das Ziel einer friedlichen Koexistenz mit dem Norden statt einer Wiedervereinigung.
Foto: Südkorea (Archiv), via dts Nachrichtenagentur



