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Ministerium: Hitzewelle fordert im Saarland viele Todesopfer


Für wie viele Menschen die Hitzewelle der letzten Tage tödlich endete, wird sich erst langfristig anhand statistischer Auswertungen zeigen - doch das kleine Saarland hat nun schon erste konkrete Zahlen vorgelegt.

"Die vom Gesundheitsministerium geschätzte Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Hitze stehen, lagen am vergangenen Wochenende im unteren zweistelligen Bereich", teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Besonders besorgniserregend sei der Umstand, dass sich die Auswirkungen der Hitzewelle überwiegend im häuslichen Umfeld gezeigt hätten, sagte Saarlands Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) im Hinblick auf die Hitze der vergangenen Tage.

Seib Ministerium hatte eine eigene Erhebung gestartet, um sich einen Überblick über hitzebedingte Einlieferungen in Krankenhäuser sowie Todesfälle, die in Zusammenhang mit der Hitzewelle am vergangenen Wochenende stehen könnten, zu verschaffen. Neben einer möglichen Schätzung der Todesfallzahlen hat sich demnach bei der Auswertung der Zahlen vom vergangenen Wochenende gezeigt, dass Menschen mit hitzebedingten Beschwerden überwiegend aus dem häuslichen Umfeld in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Nur ein kleiner Teil wurde aus der stationären Pflege in Krankenhäuser verlegt.

"Wie viele Menschen genau aufgrund der Hitze gestorben sind, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, da Hitze in aller Regel nicht als Todesursache dokumentiert wird", so Jung. Nicht immer lasse sich genau feststellen, ob die Hitze unmittelbar zum Tod geführt habe oder ob es eine Kombination von Vorerkrankungen und Hitzeauswirkungen gewesen sei. Die Grenzen seien oft fließend.

"Klar ist: Die Hitzewelle vom vergangenen Wochenende war gleich in doppelter Hinsicht historisch für das Saarland, aber auch deutschlandweit - was die Höhe der Temperaturen betrifft und was die Länge der Hitzeperiode betrifft", sagte Jung.

Damit das Saarland zukünftig noch besser für potentielle Hitzewellen gerüstet ist, benötige man "weitere Instrumente". Der Hitzeschutz müsse eine ähnlich hohe Bedeutung haben wie der Brandschutz, so der Minister.

Im Saarland war am letzten Freitag an der Wetterstation Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad der neue deutsche Hitzerekord aufgestellt und der bis dahin fast sieben Jahre geltende Höchstwert eingestellt worden. Schon am nächsten Tag wurde die Marke aber erneut an der Station Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,8 Grad übertroffen.

Foto: Sommer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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