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Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Mai gewachsen


Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Zahlen im Mai 2026 gegenüber April 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 stieg der Auftragsbestand kalenderbereinigt um 9,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.

Die Entwicklung des Auftragsbestands im Mai 2026 ist demnach wesentlich auf den Anstieg im Maschinenbau (saison- und kalenderbereinigt +3,3 Prozent zum Vormonat) zurückzuführen. Auch der Anstieg in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+3,0 Prozent) wirkte sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie sank der Auftragsbestand hingegen um 0,8 Prozent.

Die offenen Aufträge aus dem Inland stiegen laut Destatis im Mai 2026 gegenüber April 2026 um 0,9 Prozent. Der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg um 2,0 Prozent.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg der Auftragsbestand zum Vormonat April 2026 um 1,6 Prozent und bei den Herstellern von Vorleistungsgütern um 1,2 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stieg der Auftragsbestand um 3,6 Prozent.

Im Mai 2026 stieg die Reichweite des Auftragsbestands nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum Vormonat April 2026 auf 8,9 Monate (April 2026: 8,8 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb die Reichweite konstant bei 4,6 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg die Reichweite auf 12,4 Monate (April 2026: 12,2 Monate) und bei den Herstellern von Konsumgütern auf 4,2 Monate (April 2026: 4,0 Monate).

Die Reichweite gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz und ohne neue Auftragseingänge mit dem Abarbeiten der vorhandenen Aufträge ausgelastet wären. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der vergangenen zwölf Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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