
Die US-Börsen haben am Mittwoch nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, zum 1. Februar doch keine Strafzölle auf verschiedene europäische Länder zu erheben, mit Erleichterung reagiert. Die wichtigsten Indizes gingen sprunghaft nach oben. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.077 Punkten berechnet, 1,2 Prozent höher als am Vortag.
Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit 6.876 Punkten ebenfalls 1,2 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende bei 25.327 Punkten 1,4 Prozent stärker.
Trump hatte am Abend am Rande seines Besuchs auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mitgeteilt, es habe ein "sehr produktives Treffen" mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte gegeben, dabei sei "die Grundlage für ein künftiges Abkommen in Bezug auf Grönland und die gesamte Arktis geschaffen" worden. Bereits vorher hatte er vor laufenden Kameras gesagt, er wolle zwar weiterhin Grönland kaufen, aber nicht mit Gewalt übernehmen.
Auch die Rede in Davos hatte schon für einen kleinen Setzer nach oben an den wichtigsten Börsen gesorgt. Einerseits wohl wegen der im Grunde versöhnlicheren Tönen gegenüber Grönland und Dänemark, andererseits aber womöglich auch, weil Trump an anderer Stelle in seiner Rede eine "Verdoppelung" an den Aktienmärkten prophezeite - was sich als selbsterfüllend herausstellen könnte.
Der Goldpreis konnte über den ganzen Tag gesehen deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.821 US-Dollar gezahlt (+1,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 132,65 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 65,30 US-Dollar, das waren 38 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1685 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8558 Euro zu haben.
Foto: Wallstreet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur



