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Dax schlägt mit Hoffnungen im Iran-Krieg Erholungskurs ein


Am Mittwoch hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.205 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

"Der Dax hat heute zu einer kräftigen Erholung angesetzt und die Marke von 24.200 Punkten übersprungen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Die Anleger setzten viel Hoffnung in die Meldungen über eine potenzielle Verhandlungsbereitschaft des Iran mit den USA.

Der Markt habe auch positiv darauf reagiert, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bald wieder aufgenommen werden könnte. "Insbesondere der Aspekt, dass die Transportversicherungen durch die US-Entwicklungsbehörde DFC abgedeckt werden könnten, sorgt für Erleichterung. Im Vorfeld waren viele englische Versicherungspartner abgesprungen und führten so zum Ausbremsen des Schiffsverkehrs in dieser Region."

"An der Wall Street sorgten zudem die Arbeitsmarktdaten für etwas Optimismus. Die neu geschaffenen Stellen in der US-Privatwirtschaft lagen mit 63.000 über den erwarteten 50.000 Stellen. Halten die Indizes in New York heute ihre Gewinne, könnte die Erholung im Dax in Richtung Wochenende noch etwas weitergehen. Die Hälfte der Verluste von gestern hat der Markt zumindest schon wieder wettgemacht."

"Auch der Ölmarkt spiegelt eine potenzielle Entspannung des Konflikts im Nahen Osten wider. Der Preis für die Nordseemarke Brent kommt von seinen Höchstständen zurück und notiert aktuell bei rund 81 US-Dollar. Die Situation bleibt aber insgesamt sehr fragil, und so kann sich das Gesamtbild auch schnell wieder ändern. Die Investoren bleiben nervös, was sich in den kommenden Tagen im volatilen Kursverlauf von Aktien, Rohstoffen und Währungen entsprechend zeigen dürfte."

"Bei allem Optimismus ob einer diplomatischen Lösung am Golf bleibt das Anlegerverhalten nach Quartalszahlen gleich: Sie trennen sich unverzüglich von Unternehmen, die die Erwartungen nicht erfüllen. Das lässt sich heute an den Aktienkursen von Adidas und Continental ablesen. Es wird nicht viel Federlesen betrieben, sondern sofort auf die Verkaufstaste gedrückt. Die Risikotoleranz bei den Investoren lässt vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts doch sehr zu wünschen übrig", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1640 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8591 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 5.154 US-Dollar gezahlt (+1,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 142,35 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 81,07 US-Dollar, das waren 33 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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