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Dax hegt Verluste ein - Hoffen auf wieder sinkende Energiepreise


Zum Wochenstart hat der Dax nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.409 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

"Der Dax bewies heute Steherqualitäten und kämpfte sich bis kurz vor Handelsschluss sogar wieder zurück über die Marke von 23.400 Punkten", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Nach einem ereignisreichen Wochenende und dem Sprung des Ölpreises über die 100-Dollar-Marke haben sich die Gemüter der Anleger im Tagesverlauf wieder etwas beruhigt. Trotz aller Nachrichten aus dem Kriegsgebiet überwiegt immer noch die Hoffnung auf ein zeitnahes Ende des Kriegs im Nahen Osten."

"Zur Mittagszeit machten Gerüchte über eine mögliche Feuerpause die Runde, was den europäischen Finanzmärkten Halt gab. Die Nachrichtenlage bleibt insgesamt jedoch weiterhin unübersichtlich und stark impulsgetrieben. Jegliche Veränderungen der aktuellen Sachstandslage können den Dax sofort wieder unter die 23.000er-Marke drücken oder aber auch die laufende Erholungstendenz dynamisieren."

Die Stimmung an den Terminmärkten bleibe äußerst pessimistisch und deute auf hohe Aktivitäten bei Absicherungsgeschäften hin. Diese bremsten größere Kursrückgänge im Gesamtmarkt aus und trügen so zu einer Stabilisierung des Dax bei. "Die langfristigen Folgen für die Realwirtschaft werden dadurch allerdings noch nicht korrekt widergespiegelt und erst in den kommenden Quartalen sichtbar werden. Die Hoffnung der Investoren ruht aktuell darauf, dass sich die Energiepreise in den kommenden Handelstagen wieder beruhigen. Sollten diese allerdings auf den aktuellen Preisniveaus verharren, dürfte dies negative Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung haben."

"Die heute veröffentlichten deutschen Industriedaten zeigen auf, wie zart das aktuelle Konjunkturpflänzchen noch ist. Ein größerer Preisschock oder lang anhaltende Inflationstendenzen würden nicht getragen werden können. Die konjunkturellen Entwicklungen in Europa hängen zu einem Großteil von den Energiepreisen ab. In den USA geht es um die Inflationsentwicklung und das Konsumverhalten. Beides wird ebenfalls durch die stark gestiegenen Rohölpreise negativ beeinflusst." Und den Notenbanken seien durch die Preissteigerungen die Hände gebunden. "Sie werden das Preis- und Konjunkturumfeld zunächst weiter beobachten und mittels Verbalinterventionen die Investoren beruhigen", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1596 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8624 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 5.104 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 141,52 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 100,00 US-Dollar, das waren 7,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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