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Dax startet schwach - Öl und Gas erneut deutlich teurer


Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit deutlichen Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.035 Punkten berechnet, und damit 2,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, die Deutsche Börse und die Hannover Rück, am Ende Vonovia, Siemens Energy und Infineon.

Die Energiepreise gerieten nach den israelischen Angriffen auf die iranische Gasindustrie sowie iranische Attacken gegen Gasanlagen in Katar wieder stärker unter Druck. Der Gaspreis legte zum Handelsstart sprunghaft um über 28 Prozent zu, bevor sich das Plus danach bei etwa 22 Prozent einpendelte. Im europäischen Großhandel wurden am Vormittag für die Lieferung einer Megawattstunde im April bis zu 72 Euro aufgerufen, was einen Verbraucherpreis von 13 bis 15 Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern impliziert.

Der Ölpreis stieg unterdessen ebenfalls stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 113,80 US-Dollar; das waren 6,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

"Für den Dax rückt jetzt die 23.000 wieder in den Fokus", sagte Thomas Altmann von QC Partners. "In der vergangenen Woche wurde diese Marke schon einmal kurz unterschritten. Damit bewegt sich der Dax in einem Bereich, der bereits vor dem Zoll-Ausverkauf im vergangenen Jahr erreicht wurde." Dax-Anleger müssten also bereits jetzt seit zwölf Monaten ohne positive Rendite auskommen.

Nach dem Zinsentscheid der Fed folgt heute die EZB. "Ähnlich wie gestern bei der Fed stehen Statement und Pressekonferenz im Fokus", so Altmann. "Eine Zinsänderung gilt für heute als ausgeschlossen. Dabei wird sich die EZB zu den Auswirkungen des Iran-Krieges wohl ähnlich vage äußern wie die Fed gestern."

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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