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Dax lässt deutlich nach - Konjunkturdaten belasten


Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.894 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax einen Teil seiner Verluste wieder ab.

"Auch wenn sich der Dax heute von seinen Tagestiefs etwas erholen konnte, hat sich das technische Bild mit dem erneuten Abprall an der 25.000er-Marke verschlechtert", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Für Enttäuschung aus fundamentaler Sicht sorgten heute die mauen Quartalszahlen des Chemiegroßhändlers Brenntag und die schwächer als erwarteten deutschen Einkaufsmanagerindizes. Das Licht am Ende des deutschen Konjunkturtunnels scheint weiter entfernt zu sein, als sich das viele Investoren wünschen."

Weiter erklärte Lipkow, eine potenzielle Entspannung im Nahost-Konflikt sei bereits in die Kurse eingepreist und falle damit als positiver Impulsgeber aus. "Gleichzeitig besteht das Risiko, dass während der vereinbarten Verhandlungszeit von 60 Tagen schon der kleinste Zwischenfall im Nahen Osten zu einer erneuten Eskalation führt. Die Gemengelage gleicht einem Pulverfass mit sehr kurzer Lunte."

Zusätzlich drückten die erkennbaren Korrekturerscheinungen bei den Technologiewerten auf die Stimmung, erklärte der Analyst. "Allein die Aktien von SpaceX haben in den vergangenen Handelstagen 35 Prozent verloren und damit rund 600 Milliarden Dollar vernichtet. Mit dem Kursrutsch nehmen auch die Zweifel an den derzeitigen Bewertungsständen bei vielen Halbleiter- und Technologieunternehmen wieder zu. Die Quartalszahlen von Micron Technology nach US-Börsenschluss werden diese entweder befeuern oder auflösen."

Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Airbus und SAP an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Hochtief, Vonovia, Siemens Energy und Infineon.

Unterdessen stieg der Gaspreis geringfügig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 42 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 77,14 US-Dollar, das waren 76 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1382 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8786 Euro zu haben.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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