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Dax legt deutlich zu - Telekom-Aktien bilden Schlusslicht


Am Dienstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.996 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Dax am Vormittag weiter zu. Das erreichte Niveau hielt der Index am Nachmittag unter Schwankungen.

"So richtig wollte auch heute keine Dynamik in den Handel an der Frankfurter Börse kommen", kommentiert Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Die derzeitigen Impulse reichen nicht aus, um den Anlegern Kauflaune und dem Dax wieder Lebensfreude einhauchen zu können. Sie bleiben zum Quartalsende eher an den Seitenlinien und greifen nur sehr selektiv bei einigen Einzelwerten zu", erklärte der Analyst. "Das reichte heute erneut nicht aus, den Dax über der zwischenzeitlich leicht übersprungenen 25.000er-Marke zu halten. Aktuell sehen Anleger nur wenig Grund, den Index über dieser psychologischen Hürde zu kaufen."

Die veröffentlichten Konjunkturdaten lagen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen und lieferten so auch keinen Kaufanreiz, erklärte Lipkow. "Es deutet sich derzeit eine Stabilisierung der deutschen Wirtschaft auf niedrigem Niveau an, was die Hoffnung auf eine baldige Belebung am Leben hält. Kein Anlass, jetzt ein Halali auf deutsche Aktien zu blasen, und so bleibt der Dax weiter in einer stabilen Seitenlage."

Belastend wirkten Lipkow zufolge die Kursverluste beim Schwergewicht Deutsche Telekom, die mit "ordentlichem Gegenwind auf dem wichtigen US-Markt durch SpaceX" rechnen müsse. "Der Technologiegigant hat angekündigt, in den Mobilfunkmarkt einsteigen zu wollen, und treibt damit die alteingesessenen Carrier vor sich her. Dagegen blieben zum Quartalsende die alten Favoriten die neuen", erklärte der Analyst.

Bis kurz nach Handelsschluss standen die Papiere von Siemens Energy, Bayer und Siemens an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien der Deutschen Telekom.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 44 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 73,08 US-Dollar, das waren sieben Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1422 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8755 Euro zu haben.

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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