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Dax schließt auf neuem Höchststand - Rüstungsaktien gefragt


Zum Wochenstart hat der Dax Zugewinne verbucht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.817 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Damit erreichte er einen neuen Höchststand auf Schlusskursbasis.

"Der Dax hat im heutigen Handelsverlauf ein neues Rekordhoch knapp über 25.900 Punkten erreicht und befindet sich damit auf gutem Weg, die nächste runde Marke in den kommenden Stunden oder Tagen zumindest mal zu testen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Anleger griffen weiter bei zyklischen Branchen zu und sahen sich durch positive Fundamentaldaten in Form der deutschen Industrieaufträge und der Erzeugerpreise aus der Eurozone bestätigt."

Seit einigen Tagen finde an Europas Börsen eine Rotation statt, weg von den Technologiewerten hin zu den Aktien aus der Old Economy. Die Anleger setzten zum einen auf die saisonalen Aspekte dieser Neuallokation als auch auf eine potenzielle Stabilisierung der Wirtschaftsleistung. Zudem stützten die rückläufige Preisentwicklung und damit abnehmende Inflationssorgen die positive Dynamik. Noch aber fehle es sowohl an einer Zunahme der Marktbreite als auch am insgesamt steigenden Investoreninteresse am deutschen Aktienmarkt. "Allein die Branchenrotation dürfte für den Dax nicht ausreichen, im ersten Anlauf bereits die Marke von 26.000 Punkten nachhaltig überwinden zu können."

"Rüstungsaktien konnten zum Wochenstart von den schwierigen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine profitieren. Die von den USA moderierten Gespräche verlaufen weiter nur sehr zäh und wurden bislang nicht vom erhofften Erfolg gekrönt. Es deutet sich vielmehr eine komplexe Situation an, die sich nicht in kurzer Zeit lösen lässt. Daher legt sich der Fokus der Investoren nach der Konsolidierung wieder auf die Aktien von Rheinmetall, Renk und Hensoldt. Zudem bahnt sich ein zunehmender Konsolidierungsdruck in der Branche an. Mit der geplanten Übernahme des Drohnenspezialisten Exail durch Thales kommt Dynamik in den Sektor."

"Bei den hochbewerteten Technologiebranchen bleibt der Reiz der Anleger, auf den Verkaufsknopf zu drücken, weiter vorhanden. Es ist fraglich, ob und welche Unternehmen von der Investitionsdynamik im KI-Sektor profitieren. Es wächst die Skepsis derjenigen, die sich jetzt die einzelnen Unternehmen genau anschauen. Die Zeit des kompletten Branchenkaufs ist zunächst vorbei und wird in diesen Tagen von einer Aktienselektion abgelöst", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1419 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8757 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.150 US-Dollar gezahlt (-0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 116,83 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 72,13 US-Dollar, das waren genau ein Cent oder 0,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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