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Dax startet trotz US-Iran-Eskalation über 25.000 Punkten


Der Dax ist am Donnerstagmorgen xxx in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.010 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

"Der heutige Handelsstart in Frankfurt wird von drei Faktoren beeinflusst: zum einen vom gestern Abend veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank, zum zweiten von der Lage im Nahen Osten und drittens von der Kursentwicklung bei den Halbleiteraktien in Asien", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Geldpolitisch kristallisiere sich in den USA ein Kampf zwischen den beiden Lagern heraus. Der von Kevin Warsh als "Familienstreit" bezeichnete Konflikt zeige eine hohe Uneinigkeit im Gremium. Fest stehe nur, dass die Fed die Inflation weiter mit Argusaugen beobachte und zukünftige Preissteigerungen schnell Zinserhöhungen hervorrufen könnten.

"Im Iran kam es in der vergangenen Nacht zu mehreren militärischen Einsätzen und Angriffen der USA. Die Verhandlungen zwischen beiden Parteien sind offiziell beendet und der Krieg tritt in eine neue Phase ein. Die Anleger dürften sich dieses Mal jedoch nicht so überfahren fühlen, weil diese Entwicklung in weiten Teilen bereits antizipiert worden war. Somit war auch die Absicherungsquote relativ hoch. Dennoch dürfte die weitere Entwicklung der Ölpreise auf den Aktienmarkt abstrahlen und für Verunsicherung sorgen."

"In Asien haben sich die Halbleiteraktien weiterhin tendenziell schwach gezeigt, der große Verkaufsdruck ist jedoch erst einmal vorbei. Bei Einzelwerten wie SK Hynix fanden sich bereits selektive Käufer im Markt. Technologielastige Aktienmärkte konsolidierten, während der Nikkei-Index leicht im Plus schließen konnte."

"Die Gemengelage dürfte den Investoren in den kommenden Wochen erhalten bleiben und je nach Daten und Nachrichten in verschiedenen Ausprägungen gewichtet werden. Heute sollten insbesondere die Daten zum US-Arbeitsmarkt am Nachmittag und die Redebeiträge einzelner Notenbanker auf Interesse stoßen. Zusätzlich könnte das deutsche Handelsbilanzsaldo Beachtung finden", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1438 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8743 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.107 US-Dollar gezahlt (+0,7 Prozent). Das entspricht einem Preis von 115,43 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 78,08 US-Dollar, das waren 6 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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