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Analyse: Trump tätigte 21.000 Börsengeschäfte in einem Jahr


US-Präsident Donald Trump hat innerhalb eines Jahres mehr als 21.000 Börsengeschäfte getätigt. Das geht aus einer "Spiegel"-Analyse seiner 900-seitigen Vermögenserklärung hervor.

Demnach kauften oder verkauften Trumps Vermögensverwalter Aktien und andere Wertpapiere in einem Umfang von mindestens 461 Millionen bis zu maximal 1,4 Milliarden Dollar. Die Verkäufe summierten sich auf eine Summe zwischen 138 und 433 Millionen Dollar, heißt es weiter. Eine genauere Aufschlüsselung ist aufgrund der breiten Spannen im Formular nicht möglich. Zum Vergleich: Trumps Vorgänger Joe Biden kam während seiner gesamten vierjährigen Amtszeit auf gerade einmal 13 gemeldete Wertpapiergeschäfte.

Die Vermögenserklärung gewährt tiefe Einblicke in Trumps Finanzen: mehr als 1,4 Milliarden Dollar aus Kryptogeschäften, üppige Dividenden, zahlreiche Immobilien, Goldbarren und Geldmarktkonten mit weit über 100 Millionen Dollar. Vermerkt sind auch großzügige Geschenke, etwa zehn Fußball-WM-Tickets im Wert von 15.000 Dollar von Fifa-Präsident Gianni Infantino.

An einzelnen Tagen stechen die Transaktionen besonders hervor. Am 8. April 2025, kurz nachdem Trump weltweit Zölle verhängt hatte, wurden 327 Kauforders an einem einzigen Tag ausgeführt, darunter Papiere von Apple und Nvidia. Einen Tag später postete Trump "This is a great time to buy" und setzte die Zölle vorübergehend aus. Die Märkte schossen hoch, Apple stieg um 15, Nvidia um fast 19 Prozent. Am 23. Juli veröffentlichte das Weiße Haus mit seinem "AI Action Plan" ein Maßnahmenpaket zur Deregulierung von künstlicher Intelligenz. Am selben Tag gab es 255 Käufe, besonders hohe Summen flossen in KI-Schwergewichte.

Belege für einen kausalen Zusammenhang zwischen Trumps Investments und seiner Rolle als US-Präsident gibt es nicht. Ein Sprecher sagte, die Konten würden ausschließlich von unabhängigen Finanzinstituten verwaltet. Offensichtlich ist jedoch: Trump kann mit Äußerungen und politischen Manövern Aktienkurse bewegen. Einen Überblick über die Positionen in seinen Depots scheint der Präsident zu haben - er unterzeichnet die Vermögenserklärung eigenhändig.

Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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