Am Freitag kam es zu einem heftigen Rückschlag für fast alle Rohstoffpreise, nachdem der Handelsstreit zwischen den USA und China an Schärfe gewann.
Die USA kündigten an, für Waren aus China im Wert von 50 Mrd. USD einen 25% Schutzzoll zu erheben. China reagierte mit Vergeltungsmaßnahmen. Kupfer, Blei, Aluminium, WTI-Öl, Gold und viele andere Metalle und Rohstoffe, verloren über 2%. Größter Verlierer war Silber mit einem Rückschlag von über 4%. Und dies, nachdem es technisch am Vormittag mit dem Anstieg auf 17,20 USD noch richtig gut ausgesehen hatte. Beim Gold wurden unglaubliche 260.000 Kontrakte am Terminmarkt in den Markt gedrückt. Damit nutzte die Golddrückerkolonne mal wieder an einem umsatzschwachen Freitagnachmittag die sich bietende Chance, um ihren „Job“ zu erledigen. Noch ist die 1.280 USD-Marke nicht nachhaltig unterschritten und die Lage am Terminmarkt sah per Dienstag ebenfalls noch gut aus.
Allerdings ist klar, dass der Markt aktuell nicht von Fundamentaldaten getrieben ist, sondern politisch agiert. Pokert Trump nur, um Zugeständnisse von den Chinesen zu bekommen, welche das Handelsbilanzdefizit auch ohne Handelskrieg mindert? Oder lässt er es eskalieren? Politische Märkte haben normal kurze Beine. Aber auch in diesem Fall? In einem solchen Umfeld zu agieren, ist schwierig, weshalb wir aktuell die Füße stillhalten. Normal würden wir (fundamental) jetzt die zuletzt bei 1,02 Euro verkauften 2.000 Silber-Mini-Longs (aktuell 0,77 Euro) wieder aufstocken. Fällt Gold allerdings nachhaltig unter die 1.280 USD-Marke, könnte auch Silber weiter unter Druck geraten.



