Clean Teq ist gestern nach Veröffentlichung seiner endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS; Definitive Feasability Study) für das gigantische Nickel-Cobalt-Scandium-Projekt Sunrise deutlich unter Druck gekommen und verlor 13%.
Was die Investoren wohl am meisten störte, war die Tatsache, dass das Projekt größer und teurer wird, als in der vorläufigen Machbrakeitsstudie vorhergesagt. Viele Anleger scheinen hier an die zahlreichen gigantischen (gescheiterten) Projekte aus der letzten Rohstoffhausse Ende der 2000er Jahre zu denken. Wir glauben jedoch, dass diese Zweifel im Fall von Clean Teq übertrieben sind. Denn: Zum einen kann man aus der Pressemitteilung unten herauslesen, dass die Größe des Projektes wohl deshalb so geplant wurde, um damit den Wünschen potenzieller Abnehmer entgegenzukommen. Zum anderen dürften auch die Ängste der Investoren für einer übermäßigen Verwässerung zwecks Kapitalerhöhung aufgrund der nun bei knapp 1,4 Mrd. USD liegenden Anlaufkosten übertrieben sein. Wir rechnen damit, dass sich Clean Teq einen Großteil bei Abnahmevertrag und Anleihenemission sichern wird. Nichtsdestotrotz wurde die Aktie die letzten Tagen geschmissen und wir behalten uns ebenfalls vor, die Notbrense zu ziehen. Auch wenn wir die aktuelle Panik eigentlich eher zum Nachkauf unserer bereits verkauften “halben Position” nutzen würden. Mehr dazu, wenn wir mit einigen Analysten und dem Unternehmen gesprochen haben, in der kommenden PDF-Ausgabe.
Gold: Die letzten Bastionen liegen markttechnisch zwischen 1.260 und 1.245 USD. Von der Terminbörse, als auch von den US-Zinsen und dem USD kommen eher positive Signale und auch die allermeisten Goldaktien handeln nicht, als ob nun ein Goldcrash bevorstehen würde. Wir bleiben nach der Halbierung der GDXJ-Position im Depot vorsichtig, spekulieren aber grundsätzlich auf einen Long-Einstieg!



