AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Ethikfonds: Geldanlegen mit gutem Gewissen?

Wahrlich, Finanzmarktkapitalismus und gutes Gewissen miteinander zu vereinbaren, kommt aus der Perspektive so mancher Zeitgenossen so ziemlich dem nahe, was man gemeinhin als eine »Quadratur des Kreises« bezeichnet. Doch genau das scheint tatsächlich das Versprechen sogenannter »Ethikfonds« zu sein: Geldanlegen mit guten Gewissen. Was ist davon zu halten?

Ethikfonds scheinen so etwas wie die Bio-Produkte der Finanzmarktbranche zu sein. Sie versprechen möglichst wenig Abstriche beim Produkt zu machen, während umgekehrt die Nachhaltigkeit stark gemacht wird. Die Logik geht kurzum in Richtung: »Alles bleibt wie es ist, nur besser«. Das »besser« bezieht sich dabei vor allem auf das »bessere Gewissen«, das man beim Handel mit als »ethisch« klassifizierten Finanzmarktprodukten gleichsam wie automatisch »on top« bekommt. Alles also bloß ein Nullsummenspiel? Nur Gewinner, keine Verlierer?      

Was ist ein Ethikfonds?

Auf den ersten Blick kann der Begriff »Ethikfonds« schnell in die Irre führen. Denn freilich sind es nicht »Ethiken«, die hier gehandelt werden sollen, sondern vielmehr Wertpapierbündel bzw. Vermögensallokationen, welche ausschließlich Unternehmen unterstützen sollen, die gemäß festgelegten Kriterien als nachhaltig wirtschaftend gelten können. Schon hier fangen allerdings auch die Schwierigkeiten an, denn was genau bedeutet »nachhaltig«? Dieser Begriff hat in den letzten Jahren eine hohe Konjunktur erfahren - ganz ähnlich wie der Begriff »zukunftsfähig«, mit dem er häufig auch zusammen auftritt. Nachhaltigkeit kann also eine bloße Floskel, ein Label sein, dass eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise zwar suggeriert, aber genau dadurch auch die tatsächlichen, oftmals sich kaum von herkömmlichen Ausbeutungspraktiken unterscheidenden, Produktionsverhältnisse kaschiert.

Insofern gilt es, vor dem Investment in Fonds, die sich als ethisch bezeichnen oder so bezeichnet werden, einen genauen Blick in das jeweilige Fondsprospekt zu werfen. In der Regel werden dort die Auswahlkriterien für die Wertpapiere festgelegt bzw. beschrieben. So können etwa Ausschlusskriterien wie Kinder- und Zwangsarbeit, Menschenrechtsverletzungen oder Diskriminierung von Minderheiten verwendet werden, oder der Fonds konzentriert sich auf bestimmte ökologische Themen wie Wasser, Energie oder generell Klimaschutz.

Wenn es demnach so etwas wie eine normative Kernidee der »Nachhaltigkeit« geben sollte, dann besteht diese vor allem darin, dass wirtschaftliche Produktionspraktiken in jeder Hinsicht ressourcenschonend sein - und zwar vom Einsatz von Rohstoffen ausgehend, bis hin zu konkreten Arbeitsbedingungen - und stets die Vernunft über Profitinteressen stellen sollen.      

Sind Ethikfonds wirklich »nachhaltig«?

Die alles entscheidende Frage ist offensichtlich, inwieweit die jeweiligen Ethikfonds tatsächlich ethisch handeln und nicht bloß leere Versprechen abgeben. Grundsätzlich muss man feststellen, dass der Grundgedanke hinter dieser Investmentvariante de facto ja ein vernünftiger ist und eigentlich jedem Investment zugrunde liegen sollte: Man investiert nicht bloß, um seinen Profit zu mehren, sondern prüft zunächst, inwiefern das Unternehmen, dem man sein Kapital zur Verfügung stellt, tatsächlich auch vernünftige Ziele anstrebt, wie gut es also reale Probleme löst, anstatt nur »heiße Luft« zu produzieren. Insofern ist es zugleich schon sehr instruktiv, dass es eine Investmentsparte gibt, die sich mit der Selbstbetitelung »Ethikfonds« ganz offensichtlich vom Mainstream der Investmentpraxis faktisch distanzieren möchte. Die Unterstellung ist: Der Großteil der Investments orientiert sich nicht daran, ob ein Unternehmen, in das investiert wird, sinnvolle Ziele verfolgt und wie es mit seinen Mitarbeitern und materiellen Ressourcen umgeht, sondern ausschließlich an persönlichen Profitinteressen.

Nun ist es allerdings so, dass man als einzelne Person freilich nicht immer alle nötigen Informationen auftreiben kann, die eine endgültige Beurteilung der Nachhaltigkeit eines Ethikfonds bzw. einer jeglichen Wertpapieranlage ermöglichen. Insofern macht es vor allem Sinn, stets einen Finanzberater zu konsultieren. Dabei kann man entweder eine Beratung beim Bankberater der eigenen Hausbank in Anspruch nehmen oder aber einen unabhängigen Berater für eine Analyse engagieren. Letzteres kann in der Tat vernünftiger sein, da Bankberater aufgrund von falschen Provisionsanreizen die Anlagestrategie des Öfteren eher dem eigenen Interesse folgend konzipieren, anstatt sich vollständig an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren.

Schließlich, so lässt sich zusammenfassen, sollte man jedes Investment - also unabhängig davon, ob es sich um einen Ethikfonds oder eine gewöhnliche Geldanalage handelt - sorgsam zu prüfen versuchen. Eine »Blindinvestition« in ein Ethikfonds gleicht genauso einer Selbsttäuschung, wie der Glaube daran, der Markt werde schon von alleine alle ökologischen (und manche sagen auch die sozialen) Probleme lösen. 

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Gewinner / Verlierer

Kursdaten von GOYAX.de

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse
Justizministerin begrüßt Vorschlag für

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich hinter den Vorschlag von Politikern ihrer Partei nach einem verbilligten "Deutschland-Korb" mit Grundnahrungsmitteln gestellt. "Ich halte es für [ ... ]

Tino Chrupalla will beim kommenden Bundesparteitag erneut mit Alice Weidel als Doppelspitze antreten.

"Alice Weidel und ich haben die Partei weiter professionalisiert und noch erfolgreicher gemacht", sagte [ ... ]

Hubig rechtfertigt geplanten Wahlrechtsentzug bei Volksverhetzung

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat den geplanten Entzug des passiven Wahlrechts bei Volksverhetzung gerechtfertigt. "Es geht um den Schutz und die Stärkung der Demokratie", sagte die SPD-Politikerin [ ... ]

Die Union hat die Entscheidung der Deutschen Bahn, im Rahmen einer Großbestellung auch Elektrobusse des chinesischen Herstellers BYD zu beschaffen, scharf kritisiert. Die Beschaffung sei "aus industriepolitischer [ ... ]

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat vor einem taktischen Verzicht auf ein AfD-Verbotsverfahren gewarnt. "Wir dürfen ein Parteiverbotsverfahren nicht aus politischen Gründen vom Tisch [ ... ]

Post zweifelt an Beschwerdestatistik der Netzagentur

DHL-Konzernchef Tobias Meyer kritisiert die Arbeit der Bundesnetzagentur bei dem Thema Beschwerden.

Die Bundesbehörde veröffentlicht regelmäßig Beschwerdezahlen über die Zustellarbeit [ ... ]

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Ferda Ataman, hat die Verantwortlichen in der Bundeswehr aufgefordert, entschieden gegen sexuelle Belästigung und Diskriminierung in der Truppe [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.