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Anschlag Berlin Breitscheidplatz: Was wusste der Innenminister?

Im Fall Anis Amri kommt die Wahrheit offenbar nur scheibchenweise ans Licht. Mit der jetzt bekannt gewordenen Aussage eines Kriminalbeamten führt erstmals eine direkte Spur des Staatsversagens ins Umfeld von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Thomas de Maizière, dem Ex-Innenminister.

Die Aussage eines nordrhein-westfälischen Kriminalbeamten im Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Fall Anis Amri bringt den ehemaligen Bundesinnenminister und Merkel-Vertrauten Thomas de Maizière in Bedrängnis. Der Kriminalhauptkommissar gab zu Protokoll: Seine Behörde, das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, habe bis Anfang 2016 einen V-Mann in Amris Nähe geführt, der bereits zehn Monate vor dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz detaillierte Informationen über Mordpläne des Tunesiers geliefert habe.

Nach der gestrigen Sitzung des Untersuchungsausschusses Breitscheidplatz des Bundestages erklären Beatrix von Storch, AfD-Obfrau im Untersuchungsausschuss und stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, und Lars Herrmann, AfD-Mitglied im Untersuchungsausschuss Breitscheidplatz:

Beatrix von Storch: „Unsere Vermutung scheint bestätigt: Die obere politische Leitungsebene war auf Ministerebene involviert und hat alles getan, um Amri möglichst ungestört und frei agieren zu lassen. Und es stellt sich dann die Frage, ob jenseits der ministeriellen Leitungsebene auch die Kanzlerin involviert war.“

Lars Herrmann: „Wenn es einem LKA gelingt, eine V-Person erster Güte mitten unter islamistischen Gefährdern und Terroristen zu platzieren, und wenn diese Top-Quelle auf Weisung durch den Bundesinnenminister ‚aus dem Spiel‘ genommen werden soll, drängen sich zahlreiche bohrende Fragen auf. Die durchschaubaren Entlastungsversuche für de Maizière durch die Unionsabgeordneten, den Zeugen zu diskreditieren, scheiterten an dessen schlüssig und sachlich vorgetragenen Fakten.“

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