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INSA: 39 Prozent unterstützen Wagenknecht-Petition

INSA-Umfrage: Deutschland ist mit Blick auf Ukraine-Krieg gespalten / „Manifest“ von Schwarzer und Wagenknecht punktet bei AfD, Linken, im Osten und bei Frauen.

 

Ein Jahr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine spaltet der Krieg die Deutschen. Das geht aus einer repräsentativen INSA-Umfrage (2006 Befragte) für das Interview-Portal „Schuler! Fragen, was ist“ hervor, die sich mit dem „Manifest für den Frieden“ der Feministin Alice Schwarzer und der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht beschäftigt.

Auf die Frage: „Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer warnen in ihrem ,Manifest für den Frieden‘ vor Waffenlieferungen an die Ukraine und fordern zu Verhandlungen mit Russland auf. Wie stehen Sie zu diesem Manifest?“ antworteten 39 Prozent, dass sie dem Manifest „zustimmen“ oder „eher zustimmen“. 38 Prozent lehnen den Vorstoß ab oder lehnen ihn „eher ab“ (9 Prozent egal, 11 Prozent „weiß nicht“, 3 Prozent keine Angaben).

Interessant ist dabei die Geschlechterverteilung. So sind bei den Befürwortern des „Manifests“ die Frauen (45 Prozent) klar in der Mehrheit im Vergleich zu den Männern (34 Prozent). In der Gruppe, die das Schwarzer-Wagenknecht-Papier ablehnen, dominieren die Männer (47 Prozent) gegenüber 29 Prozent Frauen. Auch in der Gruppe „weiß nicht“ liegen die Frauen (15 zu 7 Prozent) deutlich vor den Männern.

Während die Befürworter in allen Altersgruppen relativ gleich verteilt (zwischen 35 Prozent bei den 18- bis 29jährigen und 44 Prozent bei den 40- bis 49jährigen) sind, ist die Ablehnung in den älteren Jahrgängen deutlich höher als in jüngeren. So votiert in der Gruppe der über 70-Jährigen fast die Hälfte (49 Prozent) gegen das „Manifests“, gefolgt von den 60- bis 69jährigen, bei denen 43 Prozent den Vorstoß ablehnen. Junge Leute (18 bis 29 Jahre) dominieren die Gruppe „ist mir egal“ mit 18 Prozent.

Ein erkennbar gespaltenes Votum gibt es auch zwischen Ost (inkl. Berlin) und West. Im Osten kommen die Befürworter des „Manifests“ auf 48 Prozent (West: 37 Prozent), im Westen liegen die Ablehner (39 Prozent) von gegenüber 32 Prozent im Osten. Während sich die Unterstützer von Schwarzer/Wagenknecht mehrheitlich (48 Prozent) politisch „rechts der Mitte“ selbst verorten, ordnen sich die Gegner vornehmlich (46 Prozent) „links der Mitte“ ein.

Interessant ist auch die Parteienpräferenz. Während im Lager der „Manifest“-Befürworter die Anhänger von AfD und Linken (beide 67 Prozent) klar dominieren, stechen im Lager der Ablehner die Grünen (62 Prozent) signifikant hervor. Die Sympathisanten der SPD kommen im Block der „Manifest“-Gegner mit 47 Prozent auf Platz zwei. In der Gruppe „ist mir egal“ sticht die FDP mit 16 Prozent besonders hervor.

„Schuler! Fragen, was ist“ ist ein neues Interview-Format mit Ralf Schuler. Der Politik-Journalist trifft regelmäßig Spitzenpolitiker zu langen, ausgeruhten Interviews. Die Videos werden bei YouTube veröffentlicht: https://www.youtube.com/@ralf-schuler.

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