Rossmann und Vorwerk kündigen Mitgliedschaft bei Familienunternehmer, weil der Verband die Brandmauer zur AfD kündigt. Ob den Unternehmen diese Tugend-Protzerei hilft? Rossmann und Vorwerk sind deshalb reif für einen Boykott.
Von Meinrad Müller
15 Millionen Kunden werden öffentlich für moralisch untragbar erklärt
Der Verband „Die Familienunternehmer“ (6500 Mitglieder) hat seine Meinung geändert. Er lädt jetzt auch AfD-Abgeordnete zu Veranstaltungen ein und spricht mit Ihnen. Aber Rossmann und Vorwerk drehen deshalb durch und kündigen die Mitgliedschaft.
Und die Deutsche Bank darf ja auch nicht fehlen. Sie kündigt dem Verband für künftige Termine den Veranstaltungssaal. Rossmann und Vorwerk sagen nicht nur „Wir mögen die AfD nicht“. Sie erklären jeden, der diese Partei wählt oder versteht, zum unerwünschten Kunden. Über zwanzig Prozent der Deutschen, in Ostdeutschland teils über vierzig, werden damit öffentlich abgewertet. Das ist großkotzig.
Vorwerks dunkle Vergangenheit im Dritten Reich
Vorwerk produzierte im Zweiten Weltkrieg Rüstungsgüter (z. B. Munitionsgurte, Zeltbahnen) und setzte dabei durchschnittlich 580 Zwangsarbeiter ein, darunter Ostarbeiter und Häftlinge in Werken in Wuppertal, Wipperfürth und Łódź. Die Bedingungen waren unmenschlich, mit Hunger, Überwachung und Strafen. Heute aber gibt genau diese Firma Millionen Deutschen Moralunterricht. Und die Menschen im Land haben gelesen, und das hat Konsequenzen. Auch nächste Woche klingelt der Vorwerk-Vertreter wieder in Sachsen oder Brandenburg. Viele knallen ihm die Tür vor der Nase zu oder werfen ihn hochkant raus. Er kann nichts dafür, wenn sein „Familienunternehmen“ politisch korrekt sein will. Das kostet Umsatz und weniger Familieneinkommen für den kleinen Vertreter.
Go woke, go broke – diesmal live
Über 1.300 wütende Kommentare bei der Welt.de, Tendenz steigend. Rossmann-App gelöscht. Bonuskarte zerschnitten. Vorwerk-Termine abgesagt. Die Kunden wechseln zu Müller, DM oder Dyson. Shampoo und Staubsauger gibt es überall. Rossmann hat sogar, weil Elon Musk Trump unterstützte, seine 34 Tesla-Autos abgeschafft. So politisch ist Seifenhändler auf dem hohen Ross. Hochmut kommt vor dem Fall. Wir werdens erleben.
Wer Millionen Kunden großkotzig für moralisch untragbar erklärt, darf sich nicht wundern, wenn diese Millionen woanders einkaufen. Die Rechnung zahlen nicht die Vorstände. Sie zahlen die Kassiererin und der Klinkenputzer, die jeden Tag für ihr Geld schuften.
Genug mit dem AfD-Boykott
Der bringt NULL, heißt es nun. Dem Verband der Familienunternehmer platzte jetzt der Kragen: „Die Ausgrenzung hat die AfD nur stärker gemacht. Und bei Wirtschaftskompetenz sitzen in der AfD mehr Profis am Tisch als in der ganzen Koalition zusammen! Zwei Mitglieder weniger spielen keine Rolle.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



