Das saudische Außenministerium hat am 21. März 2026 den Militärattaché der iranischen Botschaft, seinen Stellvertreter und drei weitere Mitarbeiter zu Persona non grata erklärt. Sie müssen das Königreich innerhalb von 24 Stunden verlassen.
Von Meinrad Müller
Golfstaaten: Unsere Geduld neigt sich dem Ende
Grund sind nach Angaben des Ministeriums die fortgesetzten iranischen Angriffe auf saudi-arabisches Territorium und andere Golfstaaten. Betroffen sind Häfen wie Yanbu, Öl-Anlagen und zivile Ziele. Das Ministerium spricht von Verstößen gegen Völkerrecht, Prinzipien guter Nachbarschaft und die Einheit der muslimischen Umma. Die Maßnahme folgt dem Treffen arabischer und islamischer Außenminister in Riad am 19. März 2026. Fast alle Golfstaaten (GCC) nahmen teil. Außenminister Prince Faisal bin Farhan Al Saud sagte dort, die Geduld der Region sei begrenzt.
Teheran darf muslimische Nachbarn nicht angreifen und sich als Verteidiger des Islam ausgeben
Prince Faisal betonte: Iranische Angriffe und die Operationen der USA und Israels sind zwei getrennte Themen. Teheran könne muslimische Nachbarn nicht bombardieren und sich zugleich als Verteidiger des Islam darstellen. Solche Handlungen dienten nicht islamischen Interessen, sondern reiner Machtpolitik.
Wir können mit unserem Militär auch zuschlagen
Saudi-Arabien steht im Global Firepower-Ranking 2026 auf Platz 25. Das Verteidigungsbudget liegt bei rund 78 Milliarden Dollar (Stand 2025). Zur Ausrüstung zählen Hunderte moderner Kampfflugzeuge wie F-15 und Eurofighter sowie Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot. Prince Faisal erklärte: Das Königreich behält sich militärische Maßnahmen vor und verfügt über erhebliche Kapazitäten.
Vertrauen zu Teheran komplett zerstört
In offiziellen Erklärungen und Videos sagte der Minister: Die Angriffe waren geplant und vorsätzlich. Das Vertrauen zu Iran sei vollständig zerstört. Saudi-Arabien werde seine Sicherheit, Bürger und Interessen mit allen Mitteln schützen. Es werde sich keiner Erpressung beugen.
Iran greift muslimische Nachbarn an – Riad reagiert
Viele Mainstream-Medien spielen die iranische Eskalation herunter. Riad setzt nun ein klares Zeichen. Die Ausweisung ist der erste konkrete Schritt und eine Warnung an Teheran. Manöver wie Gulf Shield 2026 zeigen: Der Golf-Kooperationsrat steht zusammen und ist vorbereitet.
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