Moskauer Prüfer lehnen einen Militärschlag ab, weil Sieg und Besatzungskosten zu teuer wären. Eine wissenschaftliche Prüfbehörde in Moskau hat die Vermögenswerte der Bundesrepublik Deutschland deshalb eingehend untersucht. Das amtliche Endergebnis der Revisoren liegt nun vor.
Von Meinrad Müller
Der amtliche Kassensturz
Ein militärischer Angriff auf Deutschland wird darin aus rein wirtschaftlichen Gründen strikt abgelehnt. Eine Eroberung brächte keinen Gewinn, sondern den sofortigen Staatsbankrott für den neuen Eigentümer. Die Gutachter bewerten das Land als unrettbaren Sanierungsfall. Niemand marschiert in ein Land ein, das sich finanziell überhaupt nicht rechnet. Jede Kanone und jeder Liter Treibstoff wären bei diesem Vorhaben reine Verschwendung von staatlichen russischen Ressourcen.
(Investment-Rating: CCC)
Gefahr für moderne Panzer
Ein Einmarsch scheitert schon ganz pragmatisch an den Transportwegen. Die deutschen Autobahnbrücken sind fast alle marode und bröckeln vor sich hin. Mehr als 4000 Brückenbauten müssen sofort komplett erneuert werden. Die schweren und hochmodernen russischen Panzer würden diese Bauwerke akut gefährden. Bei einer Überquerung droht der sofortige Einsturz der Fahrbahnen. Das Risiko für das teure Militärgerät ist einfach zu hoch. Zudem ist die Deutsche Bahn für logistische militärische Zwecke völlig unbrauchbar. Truppentransporte würden im Schienenersatzverkehr steckenbleiben. Fahrpläne werden hier nur noch als grobe Empfehlung verstanden.
Unbezahlbare Erblasten im Haushalt
Die nackten Zahlen der Bilanz sind für jeden Kaufmann ein Schock. Der neue Eigentümer müsste nach einer Eroberung sofort für die bestehenden Staatsschulden von rund 2,5 Billionen Euro haften. Dazu kommen jährliche Ausgaben von etwa 50 Milliarden Euro für die Versorgung und Betreuung von Millionen Zuwanderern. Die gesetzlichen Renten belasten den Haushalt mit rund 350 Milliarden Euro pro Jahr. Die Zuschüsse zu den gesetzlichen Krankenkassen liegen bei etwa 80 Milliarden Euro jährlich. Die Pensionen für Beamte und Richter verursachen weitere rund 70 Milliarden Euro pro Jahr. Dieses gigantische Versorgungswerk frisst jeden Haushalt sofort auf.
(Investment-Rating: CCC)
Der bürokratische Schutzwall
Die größte Hürde für jeden Eroberer ist jedoch die deutsche Verwaltung. Jede Amtsstube wird hier zum unüberwindbaren Festungswerk. Die russischen Behörden müssten sich zuerst mit der Datenschutz-Grundverordnung befassen. Für jede Truppenbewegung im öffentlichen Raum ist ein schriftlicher Antrag in dreifacher Ausfertigung nötig. Das Antragsformular muss zudem eigenhändig unterschrieben per Post oder per Fax eingereicht werden. Ohne eine gültige Feinstaubplakette darf kein Kettenfahrzeug die deutschen Umweltzonen befahren. Das Ordnungsamt würde Knöllchen für falsch geparkte Panzer ausstellen. Die hiesige Bürokratie erstickt jeden Angreifer ganz ohne Gegenwehr in einer Flut aus Formularen und Zuständigkeiten.
Zerstörtes Anlagevermögen bei der Energie
Völlig unverständlich bleibt den Prüfern die deutsche Energiepolitik. Die funktionierenden Kraftwerke wurden im Vorfeld freiwillig abgerissen. Stattdessen verlässt man sich auf das Wetter und auf teure Importe. Der neue Eigentümer müsste ein Land übernehmen, das seine eigene Wirtschaft vorsätzlich von der Stromversorgung abgeschnitten hat. Der Sanierungsbedarf für das gesamte Stromnetz wird auf weitere hunderte Milliarden Euro geschätzt. Das Fazit der Moskauer Oberrevisoren ist daher eindeutig: Ein Krieg lohnt sich schlichtweg nicht. Eine Übernahme bringt nur Ärger, astronomische Kosten und jahrzehntelange Reparaturarbeiten. Selbst eine Schenkung wird daher dankend abgelehnt.
(Investment-Rating: CCC)
Einstufung auf Ramsch-Niveau
Das offizielle Ergebnis der Moskauer Prüfung mündet in einer verheerenden Bewertung der Kreditwürdigkeit für das gesamte Übernahmeobjekt. Die Experten vergeben für das Investitionsrisiko in Deutschland die Note CCC. Diese Einstufung steht auf den internationalen Finanzmärkten für eine akut insolvenzgefährdete Ramsch-Anlage mit minimaler Überlebenschance. Ein Erwerb oder eine Eroberung dieser Liegenschaft ist mit unkalkulierbaren Risiken für das russische Staatsvermögen verbunden. Kapitalanleger werden in dem Bericht ausdrücklich vor jedem Engagement auf diesem Markt gewarnt. Russland müsste gigantische Summen ohne jede Aussicht auf Rendite in dieses marode System pumpen.
Das unkalkulierbare Nachfolger-Risiko
Ein weiteres großes Problem sehen die Wirtschaftsprüfer in der mangelnden Stabilität der lokalen Strukturen vor Ort. Die gesellschaftliche Spaltung und die täglichen Ausfälle in der Grundversorgung erfordern nach der Übernahme einen enormen Polizeiaufwand. Die Kosten für die bloße Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung nach einer Eroberung werden auf 30 Milliarden Euro jährlich beziffert. Ohne diese massiven Investitionen droht der sofortige Stillstand aller verbliebenen Betriebe. Ein neuer Eigentümer müsste also nicht nur die Altschulden bezahlen, sondern auch noch den internen Sicherheitsdienst komplett aus eigener Tasche finanzieren.
Schlussbilanz und endgültige Ablehnung
Der Wert der Sachanlagen steht in keinem Verhältnis zu den gigantischen laufenden Kosten. Aus rein kaufmännischer Sicht ist Deutschland als Übernahmeobjekt vollständig wertlos. Die russische Führung hat den Bericht der Oberrevisoren gesichtet und die Akte offiziell geschlossen.
Ein militärischer Angriff wird zu den Akten gelegt. Man überlässt das Land stattdessen lieber seinem eigenen Untergang. Das spart Truppen, schont die eigenen Nerven und ist betriebswirtschaftlich die einzig vernünftige Entscheidung.
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