Schock für Zehntausende! Am Dienstagabend ab 21:59 Uhr brach der digitale Bahnfunk GSM-R bundesweit zusammen. Bis weit nach Mitternacht (ca. 00:30 Uhr) standen alle Züge – ICE, Regional- und S-Bahnen – still. Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen saßen Fahrgäste fest, ohne Info, ohne Plan.
Von Meinrad Müller
Ein hochgelobtes „digitales“ Funksystem auf uralter 2G-Technik und das Kartenhaus bricht zusammen
Kein Plan B. Peinlich für das Land der Ingenieure.
Als der Lokführer noch Kohle schaufelte und wenigstens ankam
Was waren das für Zeiten! Lokführer und Heizer, Dampf, Ruß, Pfeife und das Bähnle ruckelte tapfer durchs Ländle. Heute, 150 Jahre später? Strom, Digitalfunk und alles liegt lahm, weil eine kleine Sicherung das ganze Land lahmlegt. Willkommen im Bahn-Deutschland 2026!
„Wir saßen wie Gefangene im eigenen Land!“
Fahrgäste berichten von purem Chaos. „Stundenlang festgesessen, keine Durchsage, einfach nur Stille und Wut“, schrieb eine Reisende aus einem ICE bei Hannover auf Facebook. Eine andere aus München: „Wir haben versucht, Busse oder Mitfahrgelegenheiten zu finden. Die Bahn-App war tot, das Personal hilflos. Das ist kein Verkehr mehr, das ist ein Witz!“ Viele saßen die Nacht über in überfüllten Bahnhöfen oder stiegen einfach aus und organisierten sich selbst per Anhalter oder Taxi-Konvois. Kleine Kinder weinten, Geschäftsleute verpassten wichtige Termine, und Rentner saßen stundenlang ohne Essen oder Trinken fest. Eine Mutter aus Hamburg erzählte später: „Mein Kind hatte Hunger und Durst, das Personal konnte nichts tun. Das war kein Unfall, das war pure Verantwortungslosigkeit.“
„Alle reden vom Wetter – wir nicht.“ (Werbeslogan der Bahn 1960)
Kein Streik, kein Schnee, kein Unwetter. Nur der zentrale digitale Bahnfunk GSM-R gab den Geist auf. Alle Loks mussten gehorsam stoppen. Kein Fahren auf Sicht, kein analoger Notplan, nur großes Schweigen auf den Gleisen. Die Bahn versuchte, die gestrandeten Züge als „Aufenthaltszüge“ schönzureden. Schöne neue Welt: eine Zwangsnacht ohne Komfort, ohne Essen, ohne Aussicht auf baldige Erlösung. Tausende Fahrgäste fühlten sich im Stich gelassen von einem Konzern, der Milliarden in Werbung und Imagekampagnen pumpt, aber bei der einfachsten Technik versagt.
Man kann es auch militärisch positiv sehen
Wollte ein Feind die deutsche Eisenbahn zum Vorrücken nutzen, der Einmarsch bliebe im bahneigenen Morast stecken. Panzer und Truppen kämen keinen Meter weiter, weil schon eine simple Funkstörung das gesamte Netz lahmlegt. Besser als jede Sabotage: Die Bahn sabotiert sich selbst.
Nur gut, dass die Bahn keine Flugzeuge betreibt. In 10.000 Metern Höhe einfach stehenzubleiben stieße mit der übergeordneten Macht, der Physik, zusammen.
Danke, Deutsche Bahn. Beschämend. Verantwortungslos. Typisch.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



