In der EUDSSSR wird bekanntlich alles reguliert, so auch die Milch. Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter fordert jetzt aber eine neue Regulierung der Milch-Menge in Europa, damit die Gewinne wieder stimmen.
Angesichts des drastischen Preisverfalls haben deutsche Milcherzeuger eine neue Mengenregulierung für Milch in Europa gefordert. Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, sagte der „Berliner Zeitung“: (Mittwoch-Ausgabe): „Wir brauchen eine Regulierung der Menge, damit wir das Angebot an die Nachfrage anpassen können. Gibt es diese Regelung nicht, dann hat der Einzelne keine andere Möglichkeit als auf Teufel komm raus zu produzieren.“ Schaber kritisierte, dass die Milchquote in Europa gerade abgeschafft werden. Endgültig würden die Milchquoten 2015 fallen, sagte er. In der Vorbereitung dieser Abschaffung seien die Quoten für Milch „ in der Vergangenheit jedes Jahr erhöht worden, und zwar an der Marktsituation vorbei“. Schaber betonte: „Das war eine politische Entscheidung.“ Genau diese Liberalisierung habe 2008 zu Verwerfungen am Markt geführt.
Schaber betonte, dass die Verbraucher nicht unbedingt von den billigen Preisen profitieren würden. „Die niedrigen Erzeugerpreise kommen nur in Einzelfällen – bei Milch und Butter etwa – beim Verbraucher an.“ Bei anderen Produkten wie Quark und Käse werde der niedrige Preis nicht durchgereicht. „Kurzfristig gesehen profitiert der Verbraucher also nur teilweise vom niedrigen Milchpreis“, erklärte Schaber. Langfristig gesehen profitiere der Verbraucher überhaupt nicht.
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