Der Goldpreis kommt nicht vom Fleck: Zwar hält er sich weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 1.600 USD je Feinunze, allerdings kann er sich aber auch nicht merklich von diesem Niveau nach oben absetzen. Gründe für einen steigenden Goldpreis gibt es aber genug.
von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis kommt nicht vom Fleck: Zwar hält er sich weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 1.600 USD je Feinunze, allerdings kann er sich aber auch nicht merklich von diesem Niveau nach oben absetzen. Der seit gestern etwas schwächere US-Dollar gibt dem Goldpreis aktuell nur wenig Unterstützung.
Gründe für einen steigenden Goldpreis gibt es aber genug: So könnte sich Medienberichten zufolge die Einführung des ESM weiter verschieben, da derzeit eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen den ESM anhängig ist, die das Urteil des Bundesverfassungsgerichts verzögern könnte.
Darüber hinaus dürften die bevorstehenden Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik der Notenbanken zu höheren Inflationsraten führen, wovon Gold als wertstabile Anlage profitieren sollte. Durch die Zunahme der Spannungen im Nahen und Mittleren Osten steigen zudem die geopolitischen Risiken. Wir gehen daher im Jahresverlauf von deutlichen Preissteigerungen aus und sehen den Goldpreis zum Jahresende bei über 1.900 USD je Feinunze.
Wie in der Vergangenheit oftmals zu beobachten war, vollzieht auch diesmal Silber die Bewegungen von Gold überproportional nach. Gestern verlor das weiße Edelmetall fast doppelt so viel wie Gold und rutschte abermals unter die Marke von 28 USD je Feinunze. Silber scheint aber auf dem aktuellen Niveau einen Boden auszubilden. Unterstützung könnte auch von den ETFs kommen, die in den letzten Wochen wieder Zuflüsse verzeichneten.



