10000 Menschen haben in der sudanesischen Hauptstadt Khartum die deutsche und britische Botschaft gestürmt und die Gebäude in Brand gesetzt. Damit nimmt der "Arabische Frühling" eine neue Dimension an. Das Pulverfass "Naher Osten" steht damit kurz vor der Explosion. Auch in anderen Ländern eskaliert die Gewalt gegen den Westen.
In der sudanesischen Hauptstadt Khartum versucht eine aufgebrachte Menschenmenge die deutsche und britische Botschaft zu stürmen. Örtlichen Medienberichten zufolge feuerten Einsatzkräfte mit Tränengas auf die Menge, um diese zu zerstreuen. Insgesamt sollen sich rund 10000 Menschen vor den Botschaften Deutschlands und Großbritanniens versammelt haben. Die Gebäude sollen in Brand gesetzt worden sein.
Unbestätigten Berichten zufolge sollen erste Demonstranten bereits in die deutsche Botschaft eingedrungen sein. Andere Medien berichten darüber hinaus, dass wütende Protestteilnehmer Steine auf die Vertretungen beider Länder geworfen hatten. Die Botschaftsgebäude Deutschlands und Großbritanniens liegen in Khartum direkt nebeneinander. Außerdem sollen die Demonstranten versuchen, die Haupttore der Botschaften zu stürmen.
Weitere Informationen sind momentan noch nicht verfügbar. Hintergrund der Proteste ist ein islamfeindlicher US-Film. In dem Film wird der Prophet Mohammed unter anderem als Frauenheld dargestellt. Bereits zuvor hatten sich in mehreren arabischen Ländern Proteste und Ausschreitungen an dem Film entzündet.
Laut Beobachtern ist der Film allerdings nur ein oberflächlicher Anlass für die Unruhen. Die Bevölkerungen in der Gegend leiden insbesondere unter Inflation und hohen Nahrungsmittelpreisen, für die sie den Westen verantwortlich machen.
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