Die Ankündigung der US-Notenbank Fed, ein neues Anleihekaufprogramm („QE3“) aufzulegen, beflügelt die Edelmetallpreise. Gold auf 6-Monatshoch. Deutlich überproportional legt Silber zu.
von Commerzbank Commodity Research
Angefacht von „QE3“ setzten die Edelmetallpreise gestern zum Höhenflug an, der heute Morgen andauert. So steigt Gold auf knapp 1.780 USD je Feinunze und damit den höchsten Stand seit Ende Februar. In Euro gerechnet steigt das gelbe Edelmetall zwischenzeitlich auf 1.368 EUR je Feinunze und handelt nur noch gut 6 EUR unter seinem Allzeithoch von vor einem Jahr.
Der Preisanstieg von Gold in Euro wurde allerdings durch die starke Abwertung des US-Dollar, der gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gefallen ist, gebremst. Ein Überschreiten des letztjährigen Rekordhochs scheint im aktuellen Umfeld aber nur noch eine Frage der Zeit. Denn das Öffnen der Geldschleusen der Notenbanken dürfte zu höherer Inflation und zur Abwertung der Währungen führen, wovon Gold profitieren sollte.
Deutlich überproportional legt Silber zu, das bei fast 35 USD je Feinunze notiert. Auch Platin und Palladium steigen auf neue mehrmonatige Höchststände. Die Preisrallye der Edelmetalle dürfte sich weiter fortsetzen.



