Bei Daimler kam es zu einem Einbruch in der Auftrgslage. In Sindelfingen muss die Produktion quer durch alle Baureihen gekürzt werden. Werksleitung und Betriebsrat können sich nicht auf die Schichtpläne für das vierte Quartal einigen.
Die schlechte Autokonjunktur trifft das größte Pkw-Werk von Daimler hart: In Sindelfingen müsse die Produktion quer durch alle Baureihen gekürzt werden, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Montagabend zu Reuters. Der Betriebsrat verhandle mit der Unternehmensleitung über Schichtmodelle und finanzielle Auswirkungen auf die Beschäftigten.
Die "Stuttgarter Zeitung" schreibt sogar von einem Eklat, den die Auftragslage in der Fabrik ausgelöst habe: Werksleitung und Betriebsrat hätten sich nicht auf die Schichtpläne für das vierte Quartal einigen können, meldete das Blatt vorab aus seiner Dienstagausgabe. Deshalb habe das Unternehmen die Einigungsstelle angerufen. Das habe es seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Von Mitarbeitern sei zu hören, dass vor allem die S-Klasse schlecht laufe und nur noch in einer Schicht produziert werden solle, schreibt die Zeitung weiter.
Unterdessen senkte Goldman Sachs die Kursziele für die Autobranche. Die Prognosen sind allerdings immer noch in luftigen, unrealistischen Höhen: Die Analysten senken das Kursziel für Porsche auf 68 (74) Euro, Rating "buy", für BMW auf 107 (118) Rating "buy", für Daimler auf 90 (98) Euro, Rating "buy".



