CDU-Fraktionsvize Fuchs: Von der Leyen wird nicht Kanzlerin. Noch keiner ihrer aktuellen Vorschläge - Zuschussrente, Mindestlöhne, eine fixe Frauenquote, Umverteilung von Vermögen - habe es bis ins Gesetzblatt geschafft.
Fuchs wirft der Arbeitsministerin auch Versäumnisse bei der Amtsführung vor: „Ursula von der Leyen verfügt mit ihrem Haushalt über rund die Hälfte des gesamten Bundesetats. Ich würde gern mehr von ihr hören, wie man diesen Haushalt umschichtet. Bei deutlich sinkender Arbeitslosigkeit muss es möglich sein, dort spürbar Geld einzusparen.“ So könne sie zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit einzelne Instrumente der Arbeitsmarktpolitik und einige Eingliederungshilfen ausdünnen, die sich nicht bewährt haben oder die kaum angewendet werden, regt Fuchs an und kritisiert: „In dem Dschungel finden sich doch selbst die Berater in den Arbeitsagenturen nicht zurecht. Weniger wäre da mehr. Bisher habe ich von Ursula von der Leyen und aus dem Bundesarbeitsministerium dazu viel zu wenig gehört.“
Als Grund sieht Fuchs von der Leyen! s Weigerung, das Führungspersonal ihres Hauses auszuwechseln: „Im Bundesarbeitsministerium sitzen immer noch etliche eingefleischte Sozialdemokraten, die ihre alte Politik weiter betreiben. Leider hat Ursula von der Leyen da zu wenig aufgeräumt, als sie in ihr neues Amt eingezogen ist.“ Insgesamt ließen sich sicher zwei bis drei Milliarden Euro einsparen. Damit „könnte man theoretisch eine Zuschussrente finanzieren, die ohnehin nicht aus Beitragsgeldern kommen dürfte, sondern nur aus Steuereinnahmen. Das Modell der jungen Bundestagsabgeordneten, das private Vorsorge stärker belohnt, ist meines Erachtens besser als der Vorschlag der Ministerin.“



