Europarechtler: EZB eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Mit der Eurorettung und der Vergemeinschaft der Schulden in der Euro-Zone binde sich Deutschland an einen Leichnam. „Die nekrophile Bundesregierung täte besser daran, ihre Verluste zu begrenzen. Stattdessen beschwört sie weiterhin den Sieg.“
Der Europarechtler Gunnar Beck von der Universität London sieht in dem grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrssystem der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Euro-Zone – dem sogenannten Target2-System – massive Nachteile für Deutschland und eine Bedrohung für die Weltwirtschaft.
„Die EZB und mit ihr das gesamte bundesdeutsche parteipolitische Oligopol mit seiner Ersatzreligion vom Segen der Europäischen Union und dem Totem vom Euro sind derweil eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft“, schreibt Beck in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online. „Sie erhalten ein System aufrecht, was letztlich nur als Weichwährungsland und um den Preis von solidarischer Stagflation, nicht aber als Stabilitätszone und Wohlstandsgesellschaft überleben wird.“
Mit der Eurorettung und der Vergemeinschaft der Schulden in der Euro-Zone binde sich Deutschland an einen Leichnam. „Die nekrophile Bundesregierung täte besser daran, ihre Verluste zu begrenzen. Stattdessen beschwört sie weiterhin den Sieg.“



