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Klima-Sekte in Aufruhr

Klima-Narren nervös: Forscher fordern Ende der Welt-Klimagipfel. "Eine Abschaffung der Gipfel würde Raum für Neues öffnen". - Künftig sollte man sich "in kleinerem Kreis treffen". Forderung nach Abkehr vom 2-Grad-Ziel.

 

Nach dem erfolglosen 18. Klimagipfel der Vereinten Nationen (Uno) in Doha fordern Wissenschaftler die Abschaffung der Konferenzen. "Die Hoffnung auf einen 'Global Deal' ist ausgeträumt", sagte der Umwelthistoriker Frank Uekötter vom Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft SPIEGEL ONLINE. Klimakonferenzen seien immer deutlicher Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. "Eine Abschaffung würde Raum für Neues öffnen".

Künftig sollte man sich "in kleinerem Kreis treffen", etwa auf dem G20-Treffen, um über die Reduzierung der Treibhausgase zu verhandeln, sagte Oliver Geden, Klimapolitik-Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik dem Nachrichtenmedium.

Die Klima-Soziologin Silke Beck vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ plädiert dafür, künftig informelle "Weltausstellungen" abzuhalten, die als Forum für Staaten, Wirtschaft und Umweltorganisationen dienen sollen, die sich mit regionalen Klimaproblemen beschäftigen. Den "hochtrabenden Zielen" der Uno-Konferenzen stünde ein "offensichtlicher Mangel" an Umsetzung gegenüber, sagte Beck SPIEGEL ONLINE. Das Thema Klimawandel sei "mehrere Nummern zu groß" für den Uno-Prozess.

Die Experten verlangen einen Tabubruch: Die Welt müsse den Anstieg der Temperaturen hinnehmen. Als Hauptproblem der Uno-Klimapolitik haben Wissenschaftler die Fixierung der Uno-Konferenzen auf Treibhausgase ausgemacht. Die Erwärmung soll auf zwei Grad begrenzt werden, um mögliche Gefahren zu minimieren, lautet die Maxime. Der Ausstoß von Treibhausgasen soll folglich radikal eingeschränkt werden. Doch das Ziel sei angesichts ungebremst steigender Emissionen nur noch Utopie, sagt Geden.

Der Klimawandel solle nun konkret vor Ort bekämpft werden. Eine Konzentration auf Anpassungsmaßnahmen wie Deicherhöhungen oder Hitzeschutz sei sinnvoll, weil vielerorts neben dem Klimawandel andere Veränderungen der Landschaft in einzelnen Regionen bewältigt werden müssten, sagt Maximilian Mayer, Politikforscher an der Universität Bonn, SPIEGEL ONLINE. Ein regionaler Ansatz würde Bürger nicht mehr als "Hindernisse des Klimaschutzes" behandelt, denen Verzicht auferlegt werden müsse, erläutert Beck. Stattdessen würden sie einbezogen in die Landschaftsplanung ihrer Region.

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