Wie hoch ist die Infaltionsrate wirklich? Stimmen die offiziellen zahlen? Wie aussagekräftig ist der zugrundeliegende Warenkorb?
Leserbrief an MMnews
Am 3.01.2013 schrieb die Mainstreampresse jubelnd "Inflationsrate auf 2 % gesunken".Aber schauen wir dann auf unsere eigene Geldbörse, dann glauben wir uns im falschen Film. Zurecht! Zur Rechtfertigung des gescheiterten Euros wird seit seiner Einführung eine Inflationsrate von ca. 2 % p.a.. genannt. Mindestens so stark wie die DM wird stolz vermeldet.
Unseren Lebenswirklichkeit sieht aber ganz anders aus. Woran liegt das? Erstens am Warenkorb. Seine Zusammensetzung und die Gewichtung der einzelnen Waren entsprechen möglicherweise nicht Realität und können auch im Zeitablauf geändert werden. Zweitens kann ich bei Möbeln, Kleidung, PC und Fernseher die Anschaffung ausfallen lassen, verschieben oder auf dem Second-Hand Markt erwerben.
Bei ande ren Waren und Dienstleistungen ist dies unmöglich. Von Jan. 2001 bis Jan. 2013 habe ich folgende durchschnittliche Preissteigerungen pro Jahr für diese überlebenswichtigen Waren errechnet: Weizenbrötchen 4,4%; private Krankenversicherung 4,89%; Heizölpreis 7,61%; Benzin 3,94%; Strom 5,17%. Prozentuale Wachstumsraten beinhalten ein exponentiellen Wachstum, d.h. der Endpreis 2013 zum Preis von 2001 ist eben deutlich höher als zwölf Mal die jeweilige Preissteigerungsrate. Das oft genannte Beispiel mit der Pizza, die im Restaurant 2001 7,50 DM gekostet und jetzt 7,50 € kostet trifft die Realität recht gut.



