Neues aus Schilda: Die Billion-Münze. Die US-Demokraten schaffen eine Münze. Anschließend erklären sie den Wert des Metalls auf 1 Billion Dollar und kriegen das Geld von der Fed? - Wie kann so etwas ernsthaft in den Medien diskutiert werden?
von Michael Mross
Die Falschmünzerei in den USA nimmt immer absurdere Dimensionen an. Ist der Dollar schon nichts anderes als bedruckte Baumwolle hinter dem nichts steht außer ein leeres Versprechen, so ist die Idee mit der Billion-Münze so absurd, dass sie eigentlich keines weiteren Kommentars mehr bedürfte. Trotzdem wird das Thema in den Medien ernsthaft diskutiert. Der Irrsinn kennt keine Grenzen mehr.
Wenn man schon darüber spricht, "Geld aus dem Nichts" zu schaffen, dann stellen sich doch ganz andere Fragen: Wieso eigentlich Münze? Man könnte ja auch einen Stein nehmen und dessen Wert mit 1 Bio. deklarieren, oder eine seltene Muschel? Oder man könnte heiße Luft in einem Behälter der Fed übergeben und sich dafür eine Bio. in die Kassen ziehen.
Und wieso eigentlich nur 1 Bio? Warum nicht gleich 10 oder 100 Billionen? - Die eine Billion reicht doch sowieso nur für drei Monate! Außerdem droht in den USA außer Fiscal Cliff noch das Schuldenlimit, welches gerade wieder gerissen wird.
Sollte der Trick mit der "Münze" wirklich funktionieren ist dies auch ein gutes Modell für alle Zinssklaven, die ebenfalls in Geldschwierigkeiten stecken: Sie können den Münztrick einfach kopieren.
Wer hat nicht irgendwo noch Altmetall rumliegen? Einfach einen Wert drauf schreiben, zur Bank gehen und Geld auszahlen lassen. Schon sind alle Probleme gelöst.
Und wie war das dann noch mal mit der Rückzahlung? Das geschieht ebenso einfach: Man nimmt eine neue Münze, schreibt einen höheren Wert drauf und schon kann man die geliehen Papierschnipsel plus Zinsen zurückzahlen. So einfach ist das im Geldsystem. Ist halt nur noch niemand drauf gekommen.



