Hauptstadtfughafen: Wowereit gibt Aufsichtsratsvorsitz an Platzeck ab. Innerhalb der SPD wird ein baldiger Rücktritt von Berlins Regierendem Bürgermeister (SPD) in Folge des Desasters um den Berliner Flughafen BER für möglich gehalten.
Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister von Berlin, wird angesichts der Schwierigkeiten um den Bau und den Eröffnungstermin des geplanten Hauptstadtflughafens den Aufsichtsratsvorsitz der Betreibergesellschaft abgeben. Das teilte das Presse- und Informationsamt am Montag in Berlin mit. Der Aufsichtsratsvorsitz solle am 16. Januar von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck übernommen werden.
Am Sonntag war bekannt geworden, dass der Hauptstadtflughafen wegen großer technischer Probleme wahrscheinlich frühestens 2014 eröffnet wird. Wowereit hatte bei einer Stellungnahme am Montag darauf hingewiesen, dass er erst am vergangenen Freitag darüber informiert wurde. Außerdem betonte der SPD-Politiker, dass er nicht von seinem Amt als regierender Bürgermeister zurücktrete.
SPD-Kreise erwarten Rücktritt von Klaus Wowereit
Innerhalb der SPD wird ein baldiger Rücktritt von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) in Folge des Desasters um den Berliner Flughafen BER für möglich gehalten. Es sei gut möglich, dass Wowereit dem an diesem Montagnachmittag tagenden Landesvorstandes der Berliner SPD seinen Rücktritt als Regierungschef anbiete, heißt es in Parteikreisen. Innerhalb der Berliner SPD herrscht hohe Nervosität. Nach der jüngst bekannt gewordenen erneuten Verzögerung der Eröffnung des Großflughafens BER herrschen parteiintern Zweifel, ob Wowereit noch einen Gestaltungsanspruch für die Stadt vermitteln kann.


