Lance Armstrong, davon ist auszugehen, dürfte sich im Rückblick auf eine unbestritten pharmaversaute Ära im Radsport berufen, mithin auf ein Streben nach „Waffengleichheit“.
Kommentar in der "WELT" am 16.1.2013
Am Ende ist es dann doch eine kleine Überraschung geworden. Nachdem er weit mehr als ein Jahrzehnt lang gelogen und abgestritten und all jene attackiert hatte, von denen er als Betrüger bezeichnet worden war, hat sich Lance Armstrong nun also doch zu einem Dopinggeständnis durchgerungen.
Zu evident sind die Vorwürfe gegen den vermeintlich größten Radsportler der Historie am Ende gewesen, minutiös dokumentiert auf gut 1000 Seiten Belastungsmaterial der US-Antidopingagentur.
Armstrong, davon ist auszugehen, dürfte sich im Rückblick auf eine unbestritten pharmaversaute Ära im Radsport berufen, mithin auf ein Streben nach „Waffengleichheit“. Besser macht es das nicht – und ihn auch nicht.



