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Deutsches Gold verkaufen?

Ökonomen streiten über Verkauf der deutschen Goldreserven. Während der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, dafür plädiert, einen Teil der Goldbestände zu verkaufen, warnt Thorsten Polleitvor einem solchen Schritt.


Das Vorhaben der Bundesbank, einen größeren Anteil ihrer Goldreserven künftig in Deutschland zu lagern, spaltet die Ökonomenzunft. Während der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, von einer überflüssigen Aktion spricht und dafür plädiert, einen Teil der Goldbestände zu verkaufen, warnt Thorsten Polleit, Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance und Chefvolkswirt bei Degussa Goldhandel, vor einem solchen Schritt.

Horn wertet das neue Lagerstellenkonzept der Bundesbank für die deutschen Goldreserven als eine Konzession der Notenbank an die „Panikmache“ der vergangenen Monate. „Diese Aktion ist überflüssig und dürfte erhebliche Kosten ohne jedweden Nutzen verursachen“, sagte der IMK-Chef Handelsblatt Online. Dies gelte umso mehr als die Goldreserven in dieser Höhe ohnehin überflüssig seien, solange niemand plane zum Goldstandard zurückzukehren. Dessen Schädlichkeit sei seit der Depression in den dreißiger Jahren erwiesen. „Daher wäre es sinnvoll, die Goldreserven insbesondere in Zeiten schwacher Konjunktur abzubauen“, sagte Horn. „Die Erträge aus diesen Verkäufen könnten für Ausgaben benutzt werden, die die Konjunktur stimulieren, ohne die Staatsverschuldung zu erhöhen.“ Dies sei insbesondere in Zeiten der Schuldenbremse von Bedeutung. „Dabei ist es im Übrigen unerheblich, wo die zu verkaufenden Goldreserven physisch lagern“, betonte Horn.

Ökonom Polleit kritisierte die Forderung eines Goldverkaufs als kurzsichtig. Sie entspringe wohl „einem geradezu naiven Vertrauen in den Fortbestand des heute verbreiteten ungedeckten Papiergeldes“, sagte er Handelsblatt Online. Wenn die Bundesbank an ihren 3400 Tonnen Gold festhalte, sei die Chance hingegen groß, „dass uns eine Katastrophe wie 1923, als die Reichsmark komplett zerstört wurde, erspart bleibt“. Damals habe die Reichsbank kein Gold mehr besessen, und sie habe somit keinen Vertrauensanker für das Papiergeld mehr gehabt. Bei einem Gold-Erhalt hätten die Deutschen zudem „weiterhin den weltweit zweitgrößten Goldbestand pro Einwohner nach der Schweiz – auch eine wichtige Rückversicherung“, gab Polleit zu bedenken. Die Bundesbank handle daher „weitsichtig, wenn sie das Gold – das ultimative Zahlungsmittel – nicht abgibt“.

Ein Goldverkauf würde nach Polleits Einschätzung auch aus anderen Gründen keinen Nutzen bringen. „Die Erträge, die sich durch einen Verkauf des Bundesbankgoldes realisieren lassen, sind relativ gering“, sagte er. Der Gewinn fiele nicht in Höhe des Marktwertes des Bundesbankgoldes von derzeit 140 Milliarden Euro an. Er wäre vielmehr auf den Buchgewinn beschränkt, der nur 111 Milliarden betragen dürfte. Das entspräche nur etwa fünf Prozent der gesamten deutschen Staatsverschuldung. Zudem sei es „wahrscheinlich, dass der Wert des Goldes in den kommenden Jahren noch stark steigen wird“, sagte Polleit weiter. Vor allem deshalb, weil die großen Zentralbanken der Welt dabei seien, eine Inflationspolitik auf den Weg zu bringen.

Als weiteres Argument gegen einen Gold-Verkauf führte Polleit an, dass das Gold der Bundesbank, wie auch das der anderen Zentralbanken im Euro-Raum, die „Deckungsmasse“ und gleichzeitig auch „Versicherung“ für die ausstehende Euro-Geldmenge sei. „Denn kommt es einmal zu einer wirklich ernsten Vertrauenskrise in das ungedeckte Euro-Papiergeld, so werden allein die Goldreserven die Geldhalter vor einem Totalverlust bewahren“, sagte der Ökonom.
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