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Lügt Deutsche Bank?

Staatsanwaltschaft wirft Deutsche-Bank-Chef Fitschen falsche Angaben über Razzia vor. „Ich kann keinen Sinn darin entdecken, dass 500 Mann – teilweise vermummt, teilweise mit Maschinenpistolen – im Foyer der Deutschen Bank aufmarschiert sind.“
 
 
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat den Angaben des Co-Vorstandschefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, über die Durchsuchung seiner Konzernzentrale ausdrücklich widersprochen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z./Dienstagsausgabe).
 
Fitschen hatte auf einem Neujahrsempfang erklärt, das Vorgehen der Behörden wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung beim Handel mit Emissionszertifikaten sei unverhältnismäßig gewesen: „Ich kann keinen Sinn darin entdecken, dass 500 Mann – teilweise vermummt, teilweise mit Maschinenpistolen – im Foyer der Deutschen Bank aufmarschiert sind.“
 
Ein Sprecher der Anklagebehörde bestritt am Montag gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sämtliche dieser Aussagen Fitschens. Bei dem Einsatz habe es keine vermummten Beamten gegeben; auch habe definitiv keiner der Polizisten eine Maschinenpistole getragen.
 
Die Behauptung, dass 500 Beamte im Foyer aufmarschiert seien, treffe ebenfalls nicht zu; diese Zahl stimme allenfalls für den bundesweit koordinierten Einsatz an jenem Tag. Sie hätten eingesetzt werden müssen, um in den zahlreichen Büroräumen gleichzeitig sicherzustellen, dass keine Beweise vernichtet würden. Der Behördenvertreter erklärte überdies, die Polizei habe hierbei in Frankfurt nicht, wie vielfach verbreitet wurde, einen Hubschrauber eingesetzt.
 
Razzien gab es bei deutschen Geldhäusern nicht nur bei der Deutschen Bank. Auch die Hypovereinsbank und die Commerzbank wurden bereits Opfer der  Justiz, die angeblich nach Geldwäsche und Steuerhinterziehung fahndet und sich dabei auch nicht vom Ruf der größten deutschen Finanzinstitute abhalten lässt.
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