Desertec: Wüsten-Wahn, der keine Grenzen kennt. Jetzt soll Ägypten Wüstenstrom für Deutschland produzieren. Demnächst auch Strom aus Mali? „Wir werden morgen in Berlin ein Abkommen mit Ägypten unterschreiben“.
Van Son verspricht sich von dem Abkommen mit der ägyptischen Behörde für erneuerbare Energien NREA hohe Investitionen in dem nordafrikanischen Land. „Experten rechnen bis 2050 mit Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich“, sagte er. Ein ähnliches Abkommen will van Son „noch in diesem Jahr mit Jordanien abschließen“.
Ägypten erzeugt heute seinen Strom fast ausschließlich mit Gas- und Ölkraftwerken. Da die Bevölkerung um etwa 50 Prozent auf rund 120 Millionen Menschen wachsen und der Strombedarf von heute 130 Terrawatt pro Stunde (TWh) auf über 800 TWh steigen wird, will die Regierung in Kairo stärker auf erneuerbare Energien setzen. Außerdem könnte Agypten einen Teil des Stroms nach Deutschland und andere europäische Staaten exportieren.
Denn die DII verfolgt die Strategie, Solar- und Windprojekte in den Wüsten Nordafrikas und im Mittleren Osten anzuschieben. Bis zum Jar 2050 könnte Europa nach DII-Berechnungen bis zu einem Fünftel seines Bedarfs mit diesen grünen Kraftwerken decken.



