AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Zypern nicht systemrelevant

Zyprische Banken weniger stark mit internationalem Finanzsystem vernetzt als angenommeExperten fordern Beteiligung privater Gläubiger an Rettung der angeschlagenen Kreditinstitute.

 

Die zyprischen Banken sind weitaus weniger mit dem internationalen Finanzsystem vernetzt als gemeinhin angenommen. Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ haben die Banken des Inselstaats nur Anleihen in einem Volumen von 1,7 Milliarden Euro begeben. Das geht aus Unterlagen der zyprischen Notenbank hervor. Eine Pleite der teilweise angeschlagenen zyprischen Banken würde daher vor allem deren Privat- und Firmenkunden treffen, die gut 70 Milliarden Euro auf Zypern deponiert haben.

 

Diese Gläubiger sollten deshalb nach Ansicht von Experten an der Rettung der Institute beteiligt werden, ehe der Steuerzahler einspringt. Nach Informationen der Zeitung ist nur rund die Hälfte der Bankguthaben durch die staatliche Einlagensicherung abgedeckt. Der Rest stünde für eine Gläubigerbeteiligung grundsätzlich zur Verfügung.

 

Seit Monaten ringen die Euro-Staaten um ein Rettungspaket für Zypern. Den Banken auf der Mittelmeerinsel fehlen bis zu zehn Milliarden Euro an Eigenkapital. Das Anleihevolumen ist eine relevante Größte, weil Banken-Bonds häufig von anderen Kreditinstituten oder weiteren Finanzkonzernen wie Versicherungen oder Pensionsfonds gehalten werden. Seit der Finanzkrise hatte die Politik Bankenpleiten vor allem deshalb vermieden, weil sie eine Ansteckung anderer Finanzunternehmen scheute.

 

Im Falle Zyperns fordern nun aber Fachleute eine Beteiligung der privaten Gläubiger. „Zypern sollte eigentlich das tun, was die Iren vermutlich wünschen, getan zu haben“, erklärt der Finanzwissenschaftler Jacob Kirkegaard vom Washingtoner Peterson Institut. Durch eine Beteiligung der Bankengläubiger sollten die Kosten für die Steuerzahler reduziert werden. Experten sprechen von einem „Bail-in“, bei dem – vereinfacht gesagt – Forderungen der Gläubiger in Eigenmittel für die Banken umgewandelt werden.

 

Allerdings kann die Politik nicht nach Gutdünken über die Kundeneinlagen verfügen. Bis zu 100.000 Euro pro Kunde sind durch das nationale Einlagensicherungssystem gedeckt, für das die Regierung in Nikosia geradestehen muss. Allerdings trifft dies nur für etwa die Hälfte der Bankguthaben zu. Vor einem Jahr belief sich die mögliche Verpflichtung der Regierung durch die Einlagensicherung auf 35,3 Milliarden Euro, wie aus Dokumenten des zyprischen Finanzministeriums hervorgeht, die der „Welt am Sonntag“ vorliegen. Entsprechend waren Ende 2011 etwa 34 Milliarden Euro an Einlagen nicht garantiert, weil sie die Schwelle von 100.000 Euro überschritten. Sollte sich dieses Verhältnis nicht dramatisch verschoben haben, stünde ein erheblicher Teil der Bankguthaben grundsätzlich für ein „Bail-in“ zur Verfügung.

 

Die zyprische Regierung wehrt sich bislang gegen eine Beteiligung der privaten Gläubiger. Bislang fürchten Bankkunden offenbar tatsächlich nicht, für eine Sanierung der zyprischen Geldhäuser herangezogen zu werden. Ihre Einlagen auf der Insel sind im Laufe des Jahres 2012 nach Zahlen der zyprischen Notenbank sogar noch einmal um mehr als 800 Millionen Euro gestiegen. Das neu hinzugekommene Geld stammt laut Statistik von Anlegern außerhalb der Euro-Zone. Zypern ist traditionell vor allem bei russischen Geschäftsleuten als Offshore-Standort beliebt.

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Die CDU will die Deutsche Bahn dazu drängen, deutlich familienfreundlicher zu werden und etwa Schwangere ohne Zuschlag in der ersten Klasse mitfahren zu lassen.

Wie die "Rheinische Post" (Donnerstag) [ ... ]

Vor dem Hintergrund der gesenkten Wachstumsprognose der Bundesregierung für 2026 hat Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek Schwarz-Rot vorgeworfen, die wirtschaftliche Trendwende zu blockieren.

Das [ ... ]

Die SPD unterstützt die Union bei ihrem Plan für eine Bewerbung Deutschlands für die Fußballweltmeisterschaft 2042. Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte der "Rheinischen [ ... ]

Angesichts der zugespitzten finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) fordert der Verband der Ersatzkassen (vdek) eine strikte Orientierung der [ ... ]

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat Sven Schulze (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten des Landes gewählt. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

Die Bundesregierung will die wirtschaftliche Krise in Deutschland mit Reformen in sechs verschiedenen Bereichen überwinden. Das geht aus dem neuen Jahreswirtschaftsbericht hervor, über den das [ ... ]

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat Sven Schulze (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.

Der bisherige Wirtschaftsminister übertraf am Mittwoch in Magdeburg direkt im ersten Wahlgang die [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.